Vor Konjunkturdaten tritt Dax auf der Stelle

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes

Nach einem zunächst zögerlichen Handelsauftakt hat der Dax an seinen jüngsten Rekordlauf angeknüpft.

Händler verwiesen auf die Erholung der Ölpreise und insbesondere auf den Wahlsieg der CDU in Nordrhein-Westfalen, die den deutschen Leitindex bis auf 12.832 Punkte hochtrieben. Der deutsche Leitindex arbeitete sich schnell wieder in die Gewinnzone vor und übertrumpfte mit 12 834,91 Zählern knapp sein am Vortag erreichtes Rekordhoch. Am Nachmittag stehen noch Daten zur US-Industrieproduktion als möglicher Kurstreiber auf der Agenda.

Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,11 Prozent auf 24 973,97 Punkte zu. An Europas Börsen ging es dagegen etwas deutlicher abwärts: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gab 0,26 Prozent auf 3632,53 Punkte nach. "Nur in einem Umfeld, in dem die EZB die Zinsen anheben kann, werden auch die Firmengewinne weiter ansteigen - diese Erwartungshaltung scheint sich in den Kursen derzeit festzusetzen". Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg erwägt der unterlegene Finanzinvestor Advent zusammen mit der chinesischen Firma Shanghai Pharmaceuticals ein neues, aufgestocktes Angebot. Hier schob die Aussicht auf eine womöglich wieder aufflammende Bieterschlacht die Aktien zeitweise auf ein Rekordhoch bei 66,50 Euro.

Der gut aufgenommene Jahresbericht des britischen Telekommunikationskonzerns Vodafone stützte auch die Telekom-Papiere - sie kletterten im oberen Drittel des Dax um nahezu ein Prozent. "Die ersten drei Monate des aktuellen Geschäftsjahres sehen sehr gut aus", sagte Vorstandschef Rolf Buch auf der Hauptversammlung. Die Aktien des Sicherheits- und Medizintechnikherstellers Drägerwerk verloren gut 3 Prozent. Nach einer Abstufung auf "Underperform" durch die französische Bank Exane BNP Paribas fanden sich die Aktien des Versorgers Uniper mit minus 2,38 Prozent am MDax-Ende. Der Internet- und Telekomkonzern hatte am Freitag die Übernahme des Mobilfunkers Drillisch angekündigt und damit ein Kursfeuerwerk bei beiden Papieren und im gesamten Telekom-Sektor ausgelöst. Der Wahlausgang in NRW trägt laut Händler Markus Müller vom Wertpapierdienstleister Steubing ein Übriges zur guten Stimmung am deutschen Markt bei. Ein Euro kostete 1,0979 US-Dollar (+0,42 Prozent). Der Bund Future verlor 0,14 Prozent auf 160,70 Punkte. Der Euro stieg am Dienstag mit 1,1074 US-Dollar auf den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,0876 Dollar festgesetzt.

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