Geheimdienste: Trump unter Druck: Präsident verteidigt Weitergabe von

Geheimdienste: Trump unter Druck: Präsident verteidigt Weitergabe von

Sein Kollege Corker sagte, das Weiße Haus befinde sich ganz offensichtlich in einer Abwärtsspirale. Senator John McCain nannte sie "tief beunruhigend". Trump erklärte am Dienstagmorgen, er habe mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow „Fakten über Terrorismus und Flugsicherheit“ geteilt.

Einer der Regierungsvertreter sprach von einem "besonders unglücklichen" Vorgang. Und von einem "erschreckenden Mangel an Disziplin".

Unter anderem soll Trump den Ort genannt haben, von dem aus ein befreundeter Geheimdienst hochsensibles Material zum Islamischen Staat gesammelt hatte - Informationen, die die USA nicht einmal innerhalb der Regierung weitergeben, wie die "Washington Post" unter Berufung auf frühere und aktive Mitarbeiter des Weißen Hauses schrieb. Gestern aber twitterte Trump, selbstverständlich habe er die russischen Besucher mit "Fakten" versorgt. Diesmal verkündete er am Dienstagmorgen via Twitter, er habe "das absolute Recht", mit Russland Fakten zu teilen. Laut "Washington Post" machte Trump im Gespräch mit Lawrow den Eindruck, als wolle er prahlen mit seinen Informationen über Sicherheitsbedrohungen. Sein Gespür für die Grenzüberschreitung (die brisante Info-Ware war mit einem Embargo belegt): gleich null. David Frum, der ehemalige Redenschreiber des republikanischen Präsidenten George W. Bush, twitterte: "Der Präsident sollte zurücktreten". Was geschah, rekonstruierten die "Washington Post" und andere Topmedien aus anonym gehaltenen Quellen im Umfeld Trumps so: Bei der Visite der Russen im Oval Office am 10. Mai (kein ein einziger US-Fotograf war zugelassen, ein Hof-Lichtbildner Putins sorgte für Schnappschüsse, die lachende Gesichter zeigten) soll Trump in kindlichem Angeberton geprahlt haben: "Ich bekomme großartige Geheimdienstberichte". Die Enthüllungen über Trumps Treffen mit Lawrow dürften insofern auch bei einem anstehenden Besuch von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) in Washington zur Sprache kommen. Auch Trumps Genehmigung von Plänen für Waffenlieferungen an die kurdische YPG-Miliz zum Kampf gegen die IS-Terroristen verärgert Ankara. Die US-Regierung erwägt, das Verbot auf Flüge aus Europa auszudehnen.

Trump aber wollte teilen - und herrschen. Das hatte die "Washington Post" auch gar nicht berichtet.

Die Weitergabe der Geheimdienst-Informationen bringt Trump im eigenen Land unter Druck. "Agenten können auffliegen und exekutiert werden". Der Chef der oppositionellen Demokraten im Senat, Chuck Schumer, erklärte, die Offenlegung von Geheimdienstinformationen sei "extrem gefährlich" und könne das Leben von Amerikanern gefährden. Und: "Die Russen, die in Syrien und im Kampf gegen den IS nicht auf unserer Seite sind, wissen nun, was wir wissen". Der nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster wich Journalisten zunächst aus, kehrte dann aber für ein kurzes vorformuliertes Statement vor die Kameras zurück. Es sei zwar über die Art bestimmter Bedrohungen geredet worden, doch nicht über Quellen, Methoden oder Militäroperationen.

Dieses Dementi von Sachverhalten, die die Medien gar nicht erwähnt hatten, nährte den gegenteiligen Eindruck. "Während Präsident Trumps Treffen mit Außenminister Lawrow wurde eine breite Palette von Themen angesprochen, darunter gemeinsame Bemühungen und Bedrohungen im Bereich Terrorbekämpfung", hieß es in einem Statement Tillersons, das das Weiße Haus - nicht das Außenministerium - veröffentlichte. Schwerer als Watergate? Dershowitz nickte. "Wenn alles so unverfänglich war, wie jetzt getan wird", fragte ein Nutzer des Internetportals uzzfeed, "warum dann diese Aufräumarbeiten?"

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