Kim Jong Un unter Verdacht: Steckt Nordkorea hinter der globalen Cyber-Attacke?

Die von der weltweiten Cyber Attacke betroffenen Anzeigetafeln an deutschen Bahnhöfen werden noch mehrere Tage gestört bleiben

Vor allem wird versucht, die Urheber des Angriffs zu finden, aktuell wird vermutet, dass Nordkorea etwas mit der Sache zu tun hat, auch der Name der (mutmaßlichen) Hackergruppe ist nicht ganz unbekannt: Lazarus. Google-Informatiker Neel Metha stellte am Montag Codes online, die bestimmte Ähnlichkeiten zwischen dem Computerwurm "WannaCry" und einer Nordkorea zugeordneten früheren Serie von Cyberattacken aufzeigen.

Die russische IT-Sicherheitsfirma Kaspersky erklärte, Methas Entdeckung sei "derzeit der bedeutendste Hinweis auf die Herkunft von 'Wannacry'".

Bekannte IT-Sicherheitsfirmen wie Kaspersky und Symantec sowie US-Geheimdienste gehen ebenfalls davon aus, dass die Lazarus-Gruppe sowohl hinter dem Hack auf Sony Pictures Entertainment als auch einem weiteren Angriff auf das Banking-System Swift steckt.

Hunderttausende Computer in 150 Ländern waren von der Schadsoftware "WannaCry" blockiert worden. "Kim Jong Un will Milliarden bewegen und sich nicht tröpfchenweise ernähren", sagte Fischer. Diese legte etwa in Großbritannien zahlreiche Kliniken lahm, mit den Auswirkungen kämpften die Krankenhäuser auch am Montag noch. Besonders Computer mit dem alten Betriebssystem Windows XP sind verletzlich, weil keine Sicherheitsupdates mehr dafür geliefert worden sind.

Die Webseite des britischen Gesundheitsdienstes NHS informiert über Probleme mit der groß angelegten Cyber-Attacke. Dabei werden die Daten des Benutzers verschlüsselt und dann ein Lösegeld zur Freigabe gefordert.

Er bezeichnet sich selbst nicht als Helden – mit dem Titel hatten ihn andere geschmückt – sondern sieht den Kampf gegen Schadsoftware als "das Richtige an, das getan werden muss". In der Industrie müssten Unternehmen viele Kompetenzen aufbauen, um Sicherheit in Prozessen und Produkten zu gewährleisten, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der "Bild"-Zeitung (Dienstagsausgabe)". Sie sollten erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder entsperrt werden. So hatte das Schadprogramm, das Hacker vor einigen Wochen vom US-Geheimdienst NSA entwendet und veröffentlicht hatten, einen eingebauten "Ausschaltknopf", der den Infektionsweg stoppen konnte. Weil die Angriffe "immer versierter und gefährlicher" würden, müsse Digitalisierung in der Politik und in jedem Unternehmen "zur Chefsache werden". Deutschland müsse dazu den G20-Vorsitz nutzen.

Ein Militärvertreter teilte heute mit, angesichts der Gefahr eines Angriffs auf Cybernetzwerke der Streitkräfte das Warnsystem INFOCON (Information Operations Conditions) am Wochenende um einen Rang auf Stufe drei angehoben zu haben.

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