Live-Ticker: Schwieriges Treffen zwischen Trump und Erdogan

Trump Lawrow und der russische Botschafter Kislyak. Quelle Russisches Außenministerium. | Bild

US-Präsident Donald Trump und sein türkischer Amtskollege Recep Tayyip Erdoğan haben bei ihrem ersten Treffen in Washington die "langjährige und gute Partnerschaft" ihrer Länder betont.

Trump sicherte Erdoğan im Kampf gegen den IS und die PKK die Unterstützung der USA zu. Die amerikanische Regierung erkennt offiziell nur die PKK als Terrororganisation an. Erdogan sagte bei seinem Besuch im Weißen Haus, es sei "absolut nicht akzeptabel", die syrische Kurdenmiliz YPG als Partner für den Kampf gegen den Terrorismus in Betracht zu ziehen.

Der Empfang des türkischen Staatschefs Erdogan durch Trump begann trotz der wochenlang anhaltenden angespannten Lage aufgrund der Entwicklungen in Nordsyrien und Nordirak. Trotz der Differenzen lobten beide in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Zusammenarbeit ihrer beiden Länder. Weder zu Gülen noch zu Syrien hätten Ankaras Unterhändler in Washington im Vorfeld positive Signale erhalten.

Erdogan wies darauf hin, dass die Türkei im Kampf gegen den Terror "die Stabilität auf der Welt und den Frieden" fördern werde. Die YPG erachtet sie als strategisch wichtigen Partner am Boden, um die syrische Stadt Al-Rakka vom "IS" zurückzuerobern, eine Hochburg der sunnitischen Fanatiker vom so genannten Islamischen Staat.

Trump ging bei dem Auftritt am Dienstag nicht auf das Thema ein. Dabei setzt er zum einen auf die Luftangriffe der internationalen Anti-IS-Koalition, zum anderen auf Kämpfer wie die Kurden.

Ein weiteres potenzielles Konfliktthema zwischen Erdogan und der neuen US-Regierung ist der Fall des islamischen Predigers Fethullah Gülen, der seit 1999 in den USA im Exil lebt. Sein Besuch im Weißen Haus stelle "einen historischen Wendepunkt" dar, so der türkische Präsident. Beim früheren US-Präsidenten Barack Obama biss Erdogan auf Granit.

Washington (Reuters) - Die USA und die Türkei bemühen sich trotz anhaltender Spannungen um eine Festigung ihrer Beziehungen. Er bekräftigte aber, dass die Türkei die YPG in der Region nicht akzeptieren werde.

Ungeachtet all der Differenzen bezeichnete Trump das bilaterale Verhältnis zwischen den beiden Staaten als großartig.

Die Beziehungen fußten auf gemeinsamen demokratischen Werten sowie gemeinsamen Interessen, erklärte der türkische Präsident. Ankara macht ihn für den Putschversuch vom Juli verantwortlich. Gülen selbst hält den Putschversuch im Übrigen für von Erdogan vorgetäuscht, um Regierungskritiker mundtot zu machen.

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Sie behauptet, dass er der Drahtzieher hinter dem Putschversuch in der Türkei im Sommer letzten Jahres gewesen sei. Erdogan sagte, die Türkei sei "ohne Unterscheidung" für die Bekämpfung aller Terrororganisationen in der Region.

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