Nordkorea könnte für Cyber-Attacke verantwortlich sein

Wer steckt hinter

Insbesondere geht es um auffällige Ähnlichkeiten zwischen einer frühen Wanna-Cry-Variante vom Februar 2017 und einem Code-Schnipsel der sogenannten Lazarus-Hacker aus dem Februar 2015. Lazarus soll unter anderem hinter den Attacken auf Sony Pictures stecken, die als Rache für den Film "The Interview" gelten, der sich über Nordkorea und dessen Machthaber Kim Jong-un lustig macht.

Die deutsche Industrie sieht erheblichen Handlungsbedarf beim Kampf gegen Cyberattacken.

Wanna Cry: Hacker aus Nordkorea verantwortlich?

Die Webseite des britischen Gesundheitsdienstes NHS informiert über Probleme mit der groß angelegten Cyber-Attacke.

Auch das Magazin "Wired" wies darauf hin, dass eine Reihe von Programmierfehlern die Erpressungssoftware nach Einschätzung von Analysten ausgebremst haben dürfte.

Laut Experten ist die "WannaCry"-Attacke möglicherweise wegen einiger Amateur-Fehler der Angreifer vergleichsweise glimpflich verlaufen". In der Industrie müssten Unternehmen viele Kompetenzen aufbauen, um Sicherheit in Prozessen und Produkten zu gewährleisten, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf, der "Bild"-Zeitung vom Dienstag".

Symantec teilt mit: "Die Verbindungen existieren, aber bis jetzt sind es schwache Verbindungen".

Die europäische Polizeibehörde Europol gab im Hinblick auf den Cyberangriff selbst inzwischen vorsichtig Entwarnung. Besonders Computer mit dem alten Betriebssystem Windows XP sind verletzlich, weil keine Sicherheitsupdates mehr dafür geliefert worden sind. Die Frage nach einem internationalen Bündnis zur Cyber-Abwehr gehöre auf die Tagesordnung. Wegen des Angriffs durch "Wanna Cry" hatte Microsoft jedoch am vergangenen Wochenende noch ein Update veröffentlicht. Ein südkoreanischer Experte sagte bereits weitere Angriffe voraus.

Das übereinstimmende Code-Fragment ist die derzeit heißeste Spur, bislang aber nur ein Indiz und kein endgültiger Beweis, dass Pjöngjang hinter der weltweiten Trojaner-Attacke steckt. Diese Schwachstelle hatte sich einst der US-Geheimdienst NSA für seine Überwachung aufgehoben, dann hatten unbekannte Hacker sie aber publik gemacht. Dieser Punkt könnte auch gegen Vermutungen sprechen, Nordkorea stecke hinter der Attacke. Die für die Angriffe genutzten Werkzeuge seien jedoch allesamt im Internet für alle verfügbar, sagte IT-Sicherheitsexperte Fischer.

Hunderttausende Computer in 150 Ländern waren von der Schadsoftware "Wanna Cry" blockiert worden. Sie sollten erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder entsperrt werden. China zählte rund 30 000 Opfer und rund 200 000 angegriffene Computer.

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