Nordkorea könnte laut Experten für Cyber-Attacke verantwortlich sein

Spuren des

Die beiden grossen Sicherheitsfirmen Symantec und Kaspersky haben im Code der Schadsoftware "WannaCry" unabhängig voneinander die Handschrift der kriminellen Hacker-Gruppe Lazarus aus Nordkorea entdeckt. Demnach zielt der Schadcode auf die Authentifizierungs-Funktion über Smart Cards.

Wer steckt hinter dem weltweiten Hackerangriff auf Hunderttausende Computer? Es sei möglich, aber "unwahrscheinlich", dass die Hacker ihren Code aus bereits existierenden Programmen zusammenkopiert haben, um falsche Spuren zu legen, schreiben die Kaspersky-Experten. Das Sicherheitsunternehmen Kapersky erklärte nach einer Analyse, Mehtas Entdeckung sei "derzeit der bedeutendste Hinweis auf die Herkunft von Wannacry".

Auch die israelische IT-Sicherheitsfirma Intezer Labs und der südkoreanische Experte Simon Choi vermuteten eine Spur nach Nordkorea.

Der Präsident des Digitalverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder, forderte ein internationales Verteidigungsbündnis gegen Hacker-Angriffe. Die Polizei in Seoul beschuldigte den nordkoreanischen Geheimdienst, hinter der Attacke zu stehen.

Choi sagte, Nordkorea scheine die Hackerangriffe in den vergangenen Jahren vorangetrieben zu haben, um angesichts der UN-Sanktionen wegen seines umstrittenen Raketen- und Atomprogramms durch Lösegelderpressungen an Geld zu kommen. Weitere Cyberattacken durch Nordkorea seien möglich. Betroffen waren Krankenhäuser in Großbritannien, die Deutsche Bahn, der Automobilkonzern Renault, der spanische Telefon-Riese Telefónica und das russische Innenministerium.

Auch das vergleichsweise geringe Lösegeld, dass die Angreifer über die digitale Währung Bitcoin vermutlich eingestrichen haben, gilt als Indiz für mangelnde Professionalität. Sollte binnen sieben Tagen keine Zahlung eingehen, würden die verschlüsselten Daten gelöscht.

Die Behörden warnten davor, den Geldforderungen nachzukommen. Die Opfer des "WannaCry"-Cyberangriffs haben nach US-Angaben bislang insgesamt weniger als 70.000 Dollar Lösegeld gezahlt".

Die Ausbreitung der WannaCry-Ransomware konnte verhältnismäßig schnell gestoppt werden, die Aufarbeitung der Attacke ist mittlerweile voll im Gange.

Patienten warten im Dharmais Cancer Hospital in Jakarta, dessen Rechner durch den Trojaner "Wanna Cry" lahmgelegt worden ist.

Die europäische Polizeibehörde Europol gab im Hinblick auf den Cyberangriff selbst inzwischen vorsichtig Entwarnung. An Spekulationen über die Urheber der Attacke beteilige sich Europol nicht.

Symantec teilt mit: "Die Verbindungen existieren, aber bis jetzt sind es schwache Verbindungen". Hunderte Computerexperten hätten am Wochenende daran gearbeitet, den Angriff einzudämmen, sagte IT-Experte Marcus Hutchins der Nachrichtenagentur AP am Montag. Der Google-Informatiker Neel Netha hatte am Montag Codes online gestellt, die bestimmte Ähnlichkeiten zwischen dem Virus WannaCry und einer Reihe von früheren Cyberattacken aufzeigen, die Nordkorea zugeordnet werden.

Related:

Comments

Latest news

HSV sammelt im Trainingslager Kraft für den Liga-Endspurt
Die Augsburger könnten in die Bredouille geraten, wenn sie eine deutliche Niederlage bei 1890 Hoffenheim kassieren. Bereits vor dem Spiel gegen Mainz 05 (0:0) hatten die Hamburger vor zwei Wochen zu dieser Maßnahme gegriffen.

Union holt Kölner Mittelfeldspieler Hartel
Marcel Hartel: Ab heute ein echter Unioner! Marcel Hartel wechselt nach kicker-Informationen vom 1. Hartel spielte bereits seit 2002 in den Jugendmannschaften des 1.

Chris Dercon stellt Pläne für Berliner Volksbühne vor
Es ist von Schauspiel über Performance und Musik bis Tanz ein riesiger, bunter Strauß, den die neuen Volksbühnenmacher bieten. September lässt der französische Choreograf Boris Charmatz die Zuschauer auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof tanzen.

Trump und Erdogan preisen Zusammenarbeit
Sie fürchtet auch, dass Waffen für die YPG letztlich in den Händen der PKK landen und gegen die Türkei verwendet werden könnten. Ein weiterer Konfliktpunkt ist die US-Unterstützung für die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Nordsyrien.

Fußball: Guardiola: Dankbar für zweite Chance bei Manchester City
Nach einer Saison ohne Titel zeigt sich Fußballtrainer Josep Guardiola froh über seine zweite Chance bei Manchester City. Bei seinen vorherigen Klubs FC Barcelona und Bayern München, da ist er sich sicher, hätte er seine Sachen packen müssen.

Other news