Nordrhein-Westfalen wählt neuen Landtag

Nordrhein-Westfalen wählt neuen Landtag

In Nordrhein-Westfalen hat die Landtagswahl begonnen. Es ist der letzte politische Stimmungstest vor der deutschen Bundestagswahl im September, mehr als 13 Millionen Menschen sind wahlberechtigt und sollen über die Zusammensetzung des Landesparlaments und die Zukunft der rot-grünen Landesregierung entscheiden. In der letzten Infratest-Umfrage für die ARD deutete alles auf einen Machtwechsel hin.

Lange Zeit war die SPD in Umfragen vor der oppositionellen CDU gelegen, die von CDU-Bundesvize Armin Laschet als Spitzenkandidat angeführt wird.

Triumph für CDU und FDP, Debakel für Rot-Grün: Vier Monate vor der Bundestagswahl hat die Union auch die wichtige Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen spektakulär gewonnen. Die Zustimmung liegt nur noch gering über dem Wert von 2005. "Wir können von einer bedingten Wechselstimmung sprechen". Sollten CDU und SPD im Saarland, in Schleswig-Holstein und in NRW jeweils zu einer Landesregierung zueinander finden, erhielte das Lager zwar 10 weitere Stimmen - also insgesamt 26. Und bei Themen wie innere Sicherheit, Sozialpolitik oder Wirtschaftskompetenz bevorzugen die Wähler im Zweifel andere. Der Direktvergleich bestätigt Laschets Aussage nicht.

Berlin Die Wahlbeteiligung in Nordrhein-Westfalen lag mit 65,2 Prozent höher als vor fünf Jahren. Das waren fünf Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl 2012. Die Ministerpräsidentin hat in den Umfragen keine Mehrheit mehr.

Armin Laschet, ein gemütlicher, eingemitteter Rheinländer, hat nun die Möglichkeit, mit der FDP eine Koalition zu bilden, sofern die Linke den Einzug in den Landtag verpasst. Bemerkenswert: An die FDP verlor die SPD 160.000 Wähler. Auch die Grünen schwächeln stark. Verantwortlich für die knappen Mehrheitsverhältnisse ist der Umstand, dass die Linkspartei den Einzug in den Landtag knapp verpasste. Und auch die Linken könnten es schaffen.

DIE AUSGANGSLAGE: Bislang sind fünf Parteien im Parlament am Rhein. Die Tür zu einem Jamaika-Bündnis aus CDU, FDP und Grünen wiederum haben Letztere zugeschlagen.

"Wenn eine kleine Partei so stark an Gewicht gewinnt, dann wächst auch ihre Verantwortung": Christian Lindner. Eine große Koalition möchten die meisten in der CDU und der SPD vermeiden, diese wäre aber vielleicht die Notlösung. Drei-Parteien-Regierungen gelten allerdings schon jetzt als ausgeschlossen.

Kraft will kein Dreierbündnis aus SPD, Linken und Grünen. Allerdings wolle er nicht automatisch eine schwarz-gelbe Koalition eingehen. Außer vielleicht Sylvia Löhrmann, die Spitzenkandidatin der Grünen: "Umfragen und Trends sind Umfragen - entscheidend ist es auf dem Platz". Auch die SPD bekam die meisten Stimmen von älteren Wählern, wobei dies im Vergleich zur CDU deutlich weniger waren. In der Altersgruppe 70 plus wurde die CDU mit 46 Prozent überproportional häufig gewählt. Nach Auszählung aller Stimmen entfielen auf ihn 35,8 Prozent und auf die SPD-Kandidatin Daniela Jansen 34,9 Prozent, wie die Stadt am späten Sonntagabend auf ihrer Internetseite mitteilte.

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