Regionalexpress rammt Lkw - ein Toter und zwölf Verletzte

Unglück in Neustadt bei Hannover

Bei der Kollision wurde das Wrack des Lastwagens seitlich gegen den Waggon geschleudert. Nach der Durchfahrt eines Zuges öffnete die Schranke und gab den Weg für den Lkw frei.

Neustadt - Nach dem tödlichen Zusammenstoß eines Regionalexpress-Zuges mit einem Lastwagen an einer nicht geschlossenen Bahnschranke in Neustadt bei Hannover sind die Aufräumarbeiten beendet. Zwölf der 350 Reisenden in dem Zug von Hannover nach Bremerhaven wurden leicht verletzt. Wegen Bauarbeiten waren zum Zeitpunkt des Unfalls nur Behelfsschranken in Betrieb, die per Hand von Bahn-Arbeitern bedient werden wurden. Der Lkw-Fahrer starb am Montag in seinem vollkommen zertrümmerten Führerhaus, wie ein Bahnsprecher sagte.

Weiße Farbmarkierungen der Unfallermittler neben den geöffneten Schlagbäumen der Behelfsschranke zeigen, wo der Lastwagen sich bei der Kollision befunden haben muss.

Zunächst hatte der Lkw den Ermittlungen zufolge auch noch an der geschlossenen Schranke gehalten. Nachdem sich diese kurze Zeit später wieder geöffnet hatten, signalisierte der gegenüber stehende PKW dem LKW-Fahrer, ihn an der durch eine Baustelle verengten Fahrbahn vorzulassen. Als der Lastwagen den Bahnübergang daraufhin passierte, wurde er frontal von dem Regionalexpress erfasst und mehrere hundert Meter mitgerissen. Der Zug sei mit Reisegeschwindigkeit unterwegs gewesen und erst 300 Meter weiter zum Stehen gekommen.

Zwar blieb der Regionalexpress im Gleis, etliche Scheiben des ersten Waggons zersplitterten aber oder barsten aus dem Rahmen. Am Zug wurden Scheiben und Teile der Außenhaut beschädigt. Feuerwehrleute halfen den Reisenden über eine Rettungsplattform aus dem Zug. Sie kamen per Bus zum nächsten Bahnhof. Sechs von ihnen wurden ambulant vor Ort betreut, sechs kamen mit Rettungswagen zur medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus. Den Sachschaden konnte zunächst niemand beziffern.

Die Hauptstrecke von Hannover nach Bremen wurde bis auf weiteres gesperrt, es kam zu erheblichen Behinderungen. Im Regionalverkehr wurden Ersatzbusse eingesetzt, Fernzüge wurden weiträumig umgeleitet.

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