Tausende Fälle: Behörden im Jemen rufen wegen Cholera-Ausbruch Notstand aus

Eine Mutter mit zwei kranken Kindern in Sanaa Innerhalb weniger Tagen starben im Jemen 115 Personen wegen der Cholera.  Bild YAHYA ARHAB  EPA  KEYSTONE

Sanaa (dts) - Im Jemen breitet sich die Cholera weiter aus. Es fehlt an Nahrung und an sauberem Trinkwasser. IKRK-Direktor Dominik Stillhart warnte vor einer "katastrophalen humanitären Lage" in Sanaa.

Innerhalb weniger Tage vervielfachte sich die Zahl der Cholera-Toten im Land. Trink- und Abwasserleitungen funktionieren teils nicht mehr und tragen zur Cholera-Epidemie bei, da Erreger leichter ins Wasser geraten und sich bei heißem Wetter und starkem Regen schneller verbreiten.

Sanaa. Nach dem Ausbruch der Cholera im Bürgerkriegsland Jemen hat das Gesundheitsministerium in der Hauptstadt Sanaa den Notstand ausgerufen.

Mindestens 51 Menschen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Ende April an Cholera gestorben. Das jemenitische Gesundheitsministerium rief humanitäre Hilfsorganisationen auf, dem Land bei der Eindämmung der Epidemie zu helfen und eine "noch nie dagewesene Katastrophe" abzuwenden.

Aus dem Ministerium hieß es, die Infektionskrankheit breite sich schnell aus.

Im bettelarmen Jemen im Süden der Arabischen Halbinsel tobt seit 2014 ein Bürgerkrieg.

Im Jemen kämpfen seit Anfang 2015 die schiitischen Huthi-Rebellen und andere Gruppen, die dem ehemaligen Präsidenten Ali Abdallah Saleh die Treue halten, gegen die Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi.

Derzeit ist die Hauptstadt Sanaa in den Händen der Huthi-Rebellen. Mehr als zehn Millionen Menschen sind den UN zufolge akut auf Hilfe angewiesen, mehr als 14 Millionen Jemeniten haben nicht genug zu essen.

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