Terror-Übung am Leipziger Hauptbahnhof

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Leipzig - Der Einsatz nach einem Terroranschlag soll in der Nacht zum Mittwoch in Leipzig im Hauptbahnhof geübt werden. Aus ganz Deutschland reisten in dieser Nacht Bundespolizisten an, um Verletzte, Reisende oder Attentäter zu simulieren bzw. die Übung als Schiedsrichter oder Funktionspersonal zu begleiten. Dabei wurde ein Anschlagsszenario am Leipziger Hauptbahnhof simuliert.

Polizisten mit Helmen und einem Schutzschild gehen am 16. Mai 2017 im Hauptbahnhof in Leipzig entlang.

Von 22.00 bis 4.00 Uhr trainiert die Bundespolizei zusammen mit der Polizeidirektion und der Branddirektion Leipzig sowie der Deutschen Bahn.

Zahlreiche Schaulustige verfolgten trotz der späten Stunde das Geschehen auf dem Bahnhof, obwohl sie von den Aktionen auf zwei gesperrten Bahnsteigen nichts direkt sehen konnten.

Beobachter des Trainings waren Polizeiführer aus dem gesamten Bundesgebiet. Unterstützt wurden die Beamten auch von Schülern der Bundespolizei, von denen etwa 200 als Opfer des Terrorangriffs agierten. Anschließend peitschten Schüsse durch die verqualmte Osthalle des Bahnhofs. Der Sprecher der Behörde, Christian Meinhold, sagt: "Bei einer veränderten Sicherheitslage kommen heute neue Aufgaben und Herausforderungen auf die Polizisten zu". Im Team und unter gegenseitiger Sicherung mussten die Einsatzkräfte schnell, entschlossen und konsequent handeln. Im Gegensatz zu sonstigen Anti-Terrorübungen trainierten hier jedoch keine Spezialeinheiten, sondern Streifenbeamte und Angehörige der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Pirna. Eine Übung in diesem Umfang, mitten im Zentrum einer Großstadt, stellt auch für die Bundespolizei ein Novum dar.

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