Vereinte Nationen verurteilen Nordkoreas Raketentest

Nordkorea hat laut südkoreanischen Angaben ein

"Es gibt keine Entschuldigungen, die Nordkoreas Aktionen rechtfertigen", erklärte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter.

Die amerikanische Regierung forderte eine Verschärfung bestehender Sanktionen. Die USA stünden weiterhin "eisern" an der Seite der Verbündeten Japan und Südkorea. Die Europäische Union erklärte sich bereit, einen "glaubhaften" Dialog Nordkorea mit der Weltgemeinschaft zu unterstützen. Danach, am Montag, richtete Kim Jong-un den USA aus, dass sie nicht die Realität verkennen sollte und ihr Festland und ihre Gebiete im Pazifik "in der sichtbaren Reichweite für einen Militärschlag" liegen würden. "Wir haben alle Mittel zum Vergeltungsschlag", drohte Pjöngjang den USA. Der Test einer ballistischen Rakete in Nordkorea erfolgte lediglich vier Tage nach dem Amtsantritt von Präsident Moon Jae-in in Südkorea. Laut der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA landete sie nach 787 Kilometern planmäßig im Meer. Der Test sei erfolgreich gewesen. Der genaue Raketentyp war zunächst unklar. US-Experten sprachen sogar von einer Flughöhe von 2000 Kilometern.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas als "kontraproduktiv und gefährlich" bezeichnet, zugleich aber zu einem Ende der "Einschüchterung" des abgeschotteten Landes aufgerufen.

Der UN-Sicherheit äußerte seine "tiefe" Besorgnis über die Beeinträchtigung der regionalen Sicherheit durch Nordkorea. Er warnte das Nachbarland, die Lage falsch einzuschätzen. Westliche Militärexperten vermuten aber, dass Nordkorea noch nicht so weit ist.

Trotz internationaler Kritik und verschärften UN-Sanktionen treibt Nordkorea sein Atom- und Raketenprogramm voran. Nordkorea sei viel zu lange eine offenkundige Bedrohung gewesen. Präsident Donald Trump könne sich auch nicht vorstellen, dass Russland über den Test erfreut sei - schließlich sei die Rakete näher an russischem als an japanischem Gebiet niedergegangen.

Nordkorea hat seit 2006 nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Militärische Maßnahmen schloss er dabei nicht aus.

Allerdings: Nordkorea kommt dem Ziel, die USA angreifen zu können, offenbar immer näher.

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