Belgien: Superfood-Diät soll für Tod von Baby verantwortlich sein

Lucas wog mit sieben Monaten nur noch 4,3 Kilo

Nachdem die Eltern bei ihrem Baby Verdauungsprobleme feststellten, suchten sie keinen Arzt auf sondern diagnostizierten eigenständig eine Milch- und Glutenunverträglichkeit. Wie seine Mutter nun vor Gericht rechtfertigte, habe ihr Sohn damals noch sechs Kilo gewogen.

Fortan gaben sie dem Baby nur noch Milchersatz aus Hafer, Buchweizen, Quinoa und Reis zu trinken. Der Junge aus dem belgischen Beveren starb im Alter von sieben Monaten.

Stillen gilt als die beste Ernährung für einen Säugling, denn in der Muttermilch befinden sich in optimaler Zusammensetzung alle Nährstoffe, die das Kind in den ersten Lebensmonaten braucht.

Berichten in belgischen Medien zufolge soll die Mutter das Baby zunächst noch gestillt und ihm das Fläschchen gegeben haben, was dieses aber nicht vertragen hätte. Wie sich wenig später herausstellte, offenbar das Todesurteil für Lucas, der zu diesem Zeitpunkt gerade mal sieben Monate alt war. Daher stellten Sie selbst eine Diagnose und fütterten Lucas nur noch mit Produkten aus ihrem eigenen Naturkostladen. Die Mutter bedauerte unter Tränen, nicht früher einen Arzt konsultiert zu haben. Der Homöopath schickte die Eltern mit dem Baby sofort ins Krankenhaus. Doch bei der Ankunft war der Junge bereits tot. Da war es aber bereits zu spät: Angekommen in der Klinik, war Lucas bereits tot. Die Vorstellung, die die Eltern von Medizin haben, habe das Kind getötet, ist sich die Staatsanwaltschaft sicher. Die Todesursache: "pathologische Unterernährung". Die Verteidigung argumentiert dagegen: Das Paar habe noch drei Töchter und denen gehe es bei ihren Eltern gut. Der Vater versicherte, dass sie immer versucht hätten, gut für ihren Sohn zu sorgen.

Die Staatsanwaltschaft fordert für die Eltern eine Haftstrafe von 18 Monaten. Aber der Junge habe immer mal zu- und abgenommen und immer fröhlich gespielt. Das Urteil soll am 14. Juli fallen.

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