US-Präsident Donald Trump empfängt Erdogan im Weissen Haus

US-Präsident Donald Trump empfing am Dienstag den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdoğan im Weißen Haus

Aber sie haben unterschiedliche Feinde: Hier die Kurden, dort der IS.

Der US-Präsident sagte lediglich, dass die Vereinigten Staaten die Türkei im Kampf gegen "Terrorgruppen wie den IS und die PKK" unterstützten und die türkische Führungsrolle in den Bemühungen zur Beendigung "des schrecklichen Mordens in Syrien" zu schätzen wüssten.

Bei seinem Treffen mit Trump habe er seine Erwartung "offen kommuniziert", dass Gülen ausgeliefert werde, sagte der türkische Staatschef. Damit soll die Offensive auf die IS-Hochburg Raka verstärkt werden. Die zwei Länder haben eine kritische Haltung gegenüber dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, der von Russland und vom Iran unterstützt wird.

Es handelte sich um das erste Zusammentreffen von Trump und Erdogan. Nach Ansicht Washingtons ist die FSA aber zu schwach für die Aufgabe. Bei den Gesprächen in Washington sollte es vor allem um die schwierige Situation in Syrien gehen. Auswärtige Dienste werden sich aus Selbstschutz künftig zweimal überlegen müssen, was sie den Amerikanern liefern. Dies scheint indes aus zweierlei Gründen unrealistisch zu sein: Erstens sind die SDF bereits weit in Richtung Rakka vorgerückt. Andrews im US-Bundesstaat New York dem Tagesspiegel.

Doch unbesehen von diesen Sorgen des Nato-Partners Türkei hat Trump die Unterstützung für die syrischen Kurden weiter verstärkt. Damit könnte Erdogan sicherstellen, dass die Kurden den Angriff auf Rakka nicht zu einer Ausweitung ihres Territoriums in Nord-Syrien nutzen. "Die Beziehungen, die wir zueinander unterhalten, werden unschlagbar sein", erklärte Trump. Trump hatte dem türkischen Präsidenten als einziger westlicher Staatschef Mitte April zu dessen Sieg bei dem umstrittenen Verfassungsreferendum zur Einführung eines Präsidialsystems gratuliert.

Doch die Begeisterung für Trump ist mittlerweile Ernüchterung gewichen. Das harte Vorgehen Ankaras gegen die Gülen-Bewegung weckt aber Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit in der Türkei und dürfte daher eine Auslieferung Gülens zusätzlich erschweren.

Der türkische Präsident hatte angekündigt, bei dem Besuch in Washington auch seine Forderung nach Auslieferung des regierungskritischen Geistlichen Fethullah Gülen zu erneuern. Erdogan macht Gülen für den Putschversuch des vergangenen Jahres verantwortlich, doch die bisher von der Türkei vorgelegten Beweismittel reichen aus Washingtoner Sicht nicht aus, um amerikanische Gerichte zu überzeugen.

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