Verlust - Vodafone winkt trotzdem mit mehr Dividende

Das Geschäftsjahr 2016/17 endet mit einem Verlust von mehr als sechs Milliarden Euro. Quelle dpa

Vor allem der britische und indische Markt machten Probleme. Ein Lichtblick waren dagegen die aus Düsseldorf gesteuerten Deutschland-Aktivitäten. Der zweitgrößte Mobilfunk-Konzern der Welt wies am Dienstag für das Geschäftsjahr 2016/17 (per Ende März) einen Verlust von 6,1 Milliarden Euro aus. Weil Vodafone einen Grossteil der Geschäfte auf dem europäischen Kontinent macht, bilanziert das Unternehmen seit diesem Geschäftsjahr in Euro. Als Reaktion fusionierte Vodafone im März 2017 die Tochter Vodafone India mit dem Konkurrenten India Cellular.

Vodafone ist in Österreich zwar nicht vertreten, hat aber doch einen Österreichbezug: Vodafone Deutschland wird seit Oktober 2015 vom Salzburger Hannes Ametsreiter geleitet. In der Region Afrika, Nahost und Asien-Pazifik liefen die Geschäfte ebenfalls gut, allerdings hätten negative Währungseffekte die gestiegenen Umsätze neutralisiert, erläuterte Vodafone.

Der Gesamtumsatz des Konzerns sank im abgelaufenen Geschäftsjahr um mehr als vier Prozent auf 47,6 Milliarden Euro. Euro bei - ein Anstieg von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Treiber des Wachstum war einmal mehr das Kabelgeschäft des Unternehmens, das beim Umsatz um acht Prozent zulegte. Grund ist ein Preiskrieg auf dem für Vodafone drittwichtigsten Markt nach Deutschland und Großbritannien, den der Milliardär Mukesh Ambani mit seinem Mobilfunker Jio angezettelt hatte. Vodafone konnte in dem Zeitraum 123 000 Mobilfunkvertragskunden dazugewinnen. Das eigene schnelle LTE-Netz will der Vodafone-Chef für die neu formierte Konkurrenz aber nicht öffnen.

United Internet und Drillisch sind als Anbieter ohne eigenes Mobilfunknetz auf Vorleistungen der Netzanbieter wie Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland angewiesen. Die Verkäufe von Geräten werden bei dieser Kennziffer ausgeklammert. Seit 28 Jahren wurde nun schon die Dividende jedes Jahr angehoben.

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