Wikileaks-Informantin Manning aus der Haft entlassen

Nach sieben Jahren Haft kommt die frühere Wikileaks Informantin Chelsea Manning am Mittwoch auf freien Fuß. Die 29-Jährige wird vorzeitig aus dem Militärgefängnis im US-Bundesstaat Kansas entlassen nachdem ihr der frühere Präsident Barack Obama

Wie die BBC berichtet, wurde Chelsea Manning heute wie geplant nach siebenjähriger Haft im Militärgefängnis Fort Leavenworth entlassen. Manning wurde als Whistleblowerin bekannt, die unzählige Fakten über die US-Kriege im Irak und in Afghanistan, über die Abgründe der US-Diplomatie sowie über die Haftbedingungen in Guantanamo weitergab. Auf Twitter zählte Manning die Tage bis zu ihrer Freilassung herunter. Jetzt ist sie da. Seit 2010 sitzt Manning, die von einem US-Kriegsgericht zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, in Haft. Nun wurde die US-Whistleblowerin vorzeitig freigelassen. "Diese war viel zu lang, zu schwer und zu drakonisch". "Ich kann nicht abwarten, sie zu treffen", twitterte Assange am Dienstag. "Alles, was vor mir liegt, ist wichtiger als die Vergangenheit", heißt es darin weiter. Vom Vorwurf der Kollaboration mit dem Feind wurde sie freigesprochen. Der ehemalige Präsident Barack Obama reduzierte die Strafe, kurz bevor er aus dem Amt schied.

In der Haft im US-Bundesstaat Kansas unternahm Manning zwei Suizidversuche. Zum damaligen Zeitpunkt hieß Chelsea Manning noch Bradley Manning und war ein Mann, später ließ sie eine Geschlechtsumwandlung vornehmen und änderte ihren Namen. Die Enthüllungen enthielten zum Teil höchst peinliche Details für die Vereinigten Staaten.

Unter den von Manning enthüllten Daten war auch ein Video, auf dem zu sehen ist, wie die Besatzung eines US-Hubschraubers auf wehrlose Zivilisten feuert und dabei auch zwei Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters tötet. 2010 wurde sie unter dem Verdacht festgenommen, Wikileaks rund 800 000 geheime Dokumente der Armee und des Außenministeriums zugespielt zu haben. Er hatte angekündigt, im Falle der Freilassung Mannings freiwillig in die USA zu gehen, hatte das später aber wieder relativiert.

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