"Alien: Covenant" - Fortsetzung von Ridley Scott schwächelt

Zu verdanken ist das einem Schweizer.

38 Jahre ist es mittlerweile her, dass der Film "Alien" von Regisseur Ridley Scott zum Kultfilm um eine Heldin namens Ripley und ihren Kampf gegen schleimige Alien wesen wurde. Als eine Art nachgetragener Vorläufer zum allerersten Film gedacht, wagt sich der Regisseur hier auf philosophisches Terrain, stellt Fragen zur Herkunft der Menschheit, macht den Androiden David (Michael Fassbender) zur zentralen Figur, führt schließlich aber auch an die Brutstätten der Aliens. Dies sei vor allem auf den Umstand zurückzuführen, dass es neben einem zehnseitigen Pitch nie ein komplettes Drehbuch gegeben und das verantwortliche Produktionsstudio Fox daraufhin den Stecker gezogen habe.

Der fremde Planet, den die Crew des Kolonisationsraumschiffs Covenant erforscht, wirkt paradiesisch: Doch als die Terraforming-Spezialistin Daniels und ihre Kollegen, darunter der Android Walter, Christopher und Tennessee, durch die bergige, bewaldete Landschaft laufen, fällt ihnen vor allem die merkwürdige, beunruhigende Stille auf: Kein Vogel ist zu hören - und auch kein anderes Tier. An Bord sind neben dem synthetischen Walther (Michael Fassbender) - ein weiterentwickeltes Modell unseres Davids - und der Crew 2000 Passagiere im künstlichen Koma und ein paar Schubladen tiefgefrorener Embryonen, die den Grundstock für die Besiedlung des neuen Planeten bilden sollen.

Ende der 70er Jahre entstanden zwei Science-Fiction-Werke, die unterschiedlicher nicht hätten sein können und das Genre auf jeweils andere Weise bis heute prägen. Nach einem Unfall bei der Solarbetankung kommt der amtierende Captain ums Leben.

Offenbar ist die Arbeit am Skript noch nicht abgeschlossen, denn gegenüber IGN sagte Ridley Scott vor wenigen Tagen, dass sie aktuell am Schreiben seien. Denn der Kunstmensch David scheint der Einzige zu sein, der die einstige Expedition der "Prometheus" überlebt hat und nun John Denvers Musik ins All sendet. David (Michael Fassbender) ins verlorene Paradies machen. Immer wieder stehen solche kontemplativen Sequenzen und semiphilosophischen Exkurse den mit grausamen Details gut bestückten Horror- und Kampfsequenzen gegenüber. Mit seinem visuellen Stilvermögen unterscheidet sich auch dieser Scott-Film deutlich von den überfrachteten Digitalfeuerwerken, die in diesem Genre viel zu oft abgebrannt werden.

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