Alkohol verliert für viele Jugendliche an Reiz

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Trinkt die Jugend heute tatsächlich weniger Alkohol als vorherige Generationen? Zehn Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen geben an, mindestens einmal pro Woche und damit regelmäßig Alkohol zu trinken, wie eine am Donnerstag in Berlin veröffentlichte Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt.

Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren wurden nahmen bundesweit an der Umfrage von März bis Juni 2016 teil.

Mehr als jeder dritte der Zwölf- bis 17-Jährigen (36,5 Prozent) haben nach eigenen Angaben hingegen noch nie Alkohol getrunken. Im Jahr 2004 waren das mit 21,2 Prozent noch mehr als doppelt so viele.

Demnach sagen 10,0 Prozent der 12- bis 17-Jährigen, dass sie mindestens einmal pro Woche Alkohol trinken. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), führt diesen Trend unter anderem auf die erfolgreiche Aufklärung und Präventionsarbeit zurück. "Keiner zeigt einem, wie man vernünftig mit Alkohol umgeht", sagt Lindenmeyer. "Jugendliche sprechen mit Jugendlichen auf Augenhöhe, hören zu und stellen Fragen".

Diesen Trend sehen auch Wissenschaftler. Auch bei den Älteren sei der regelmäßige Alkoholkonsum rückläufig, heißt es.

► Im Jahr 2004 hatte noch fast ein Viertel (22,6 Prozent) der jungen Leute Erfahrungen mit dem sogenanntem Komasaufen gemacht. Dennoch liegt der Konsum weiterhin auf relativ hohem Niveau. Darunter sind mehr Jungen (16,5 Prozent) als Mädchen (10,3 Prozent). Jugendliche trinken auch später als zuvor den ersten Schluck Alkohol – aktuell mit 14,9 Jahren (2004: 14,1 Jahre). Auch die Zahl der jugendlichen Rauschtrinker sank. Deshalb zielt die BZgA-Kampagne ‚Alkohol? Ob es wirklich solche Präventionsmaßnahmen sind, die dafür sorgen, dass der Alkoholkonsum von Jugendlichen zurückgeht, ist schwer zu erheben.

Das erklärt auch, weshalb die Zahl der Jugendlichen steigt, die noch nie Alkohol getrunken haben. "Die aktuellen Studienergebnisse der BZgA bestätigen die Nachhaltigkeit unseres gemeinsamen Präventionsengagements". "Kenn dein Limit'", ist Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, überzeugt.

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