Am Rande des Trump-Treffens: Erdogans Bodyguards treten auf kurdische Demonstranten ein

Am Rande des ersten Treffens von US-Präsident Donald Trump mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan hat es Demonstrationen in Washington gegeben

Der US-Fernsehsender NBC berichtete, zehn Personen seien ins Krankenhaus gebracht worden, eine davon mit schweren Verletzungen. Gewalt sei nie eine angebrachte Antwort auf Meinungsfreiheit, erklärte Ministeriumssprecherin Heather Nauert in einer Mitteilung. Sicherheitsleute des türkischen Präsidenten griffen kurdische Demonstranten an.

Bei dem Gespräch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan mit US-Präsident Donald Trump waren zuvor die Differenzen hinsichtlich des Vorgehens in Syrien deutlich zutage getreten.

Für Erdogans Anhänger ist die Aktion der Leibwächter dennoch ein Grund, stolz zu sein.

Zu den Krawallen kam es vor der Residenz des türkischen Botschafters, wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet. Die amerikanische Polizei wurde von der Attacke zunächst offensichtlich überrascht, tatsächlich erwartet man dies nicht von Botschaftsangehörigen und Sicherheitspersonal eines ausländischen Staatsmanns. Elf Menschen, darunter ein Polizist, wurden verletzt. Washingtons Bürgermeisterin sprach von einem gewaltsamen Angriff auf eine friedliche Demo. Überlagert wurde das Treffen von der Entscheidung Washingtons, die kurdischen Volksschutzeinheiten YPG mit Waffen ausrüsten zu wollen, um sie im Kampf gegen den Islamischen Staat zu unterstützen. Sie arbeite mit dem State Department und dem Geheimdienst zusammen, um alle "Verdächtigen zu identifizieren und zur Verantwortung zu ziehen". Bei Erdogans Washington-Besuch im April 2016 griffen seine Bodyguards während eines Vortrags im Brookings-Institut Demonstranten auf der Straße an, beschimpften Journalisten und warfen einen Reporter aus dem Saal. Außerdem gab es laut Polizei zwei Festnahmen.

Die Szenen vor der Botschaft, in mehreren Videos von Erdogan-Gegnern und -Anhängern gleichermaßen festgehalten, könnten politische Folgen für die Erdogan-Regierung haben.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Erdogans Bodyguards im Ausland negativ auffallen. Einem ecuadorianischen Abgeordneten, der zu vermitteln versuchte, wurde dabei die Nase gebrochen.

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