Beziehungen Ankara-Washington in der Krise

USA Der republikanische Senator John Mc Cain fordert Konsequenzen für Erdoğans prügelnde Leibwächter

Jetzt werden brisante Anschuldigungen laut: Der türkische Präsident Erdogan soll seine Bodyguards persönlich zu der Gewalttirade angestachelt haben.

►Im Video ist zu sehen, wie knapp zehn Erdogan-Bodyguards sich zu einer Schutzmauer vor dem schwarz gepanzerten Mercedes aufstellen, in dem der türkische Präsident sitzt!

Die Demonstranten hätten vor der türkischen Botschaft Slogans gegen Erdogan gerufen, als der Staatschef nach einem Treffen mit Trump vorgefahren sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu kurz nach dem Vorfall. Nach einigen Minuten steigt Erdogan aus dem Wagen, schaut sich die Situation an, dreht sich unbeteiligt weg und betritt das Domizil des türkischen Botschafters. Während die Türkei am Donnerstag die Abberufung des US-Sondergesandten für den Anti-IS-Kampf forderte, verlangte US-Senator John McCain die Ausweisung des türkischen Botschafters.

Das Sicherheitsteam Erdogans war am Dienstag mit Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen, die vor der türkischen Botschaft protestierten. "Hier ist nicht die Türkei oder ein Dritte-Welt-Land", erklärte er beim TV Sender MSNBC.

Die USA weigerten sich, bekannt zu geben, ob den beiden Leibwächtern diplomatische Immunität gewährt wurde oder unter welchen Konditionen sie freigelassen wurden. Sie seien auf Basis eines Abkommens freigekommen, unter dem Staatschefs auf Besuch oder Mitglieder der jeweiligen Delegation nicht festgesetzt werden dürften, hieß es aus dem Außenministerium. Die Verantwortlichen für die Übergriffe müssten vor Gericht gestellt werden.

Nach dem gewaltsamen Vorfall vor der türkischen Botschaft in Washington sind in den USA Rufe nach einer konsequenten Antwort an die Türkei laut geworden. Sie hätten US-türkische Bürger, die Erdogan begrüßten wollten, "auf aggressive Art provoziert", hieß es. Die Regierung in Washington sieht die Kurden als effektive Kräfte gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" - für die Türkei stellen sie den verlängerten Arm der in der Türkei verbotenen Kurdenpartei PKK dar. Erdogan sagte, er wolle Washington informieren, dass seine Truppen nicht zögern würden, von den USA unterstützte Kurden anzugreifen, sollten sie die Türkei bedrohen. Das US-Außenministerium erwiderte, McGurk habe das volle Vertrauen und die Unterstützung von Trump und Außenminister Rex Tillerson.

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