China ruft nach neuem Raketentest Nordkoreas zu Besonnenheit auf

Menschen schauen am Bahnhof in Seoul auf einen TV-Bildschirm auf dem eine Archivaufnahme von einem früheren nordkoreanischen Raketentest zu sehen ist. Nordkorea hat am 14. Mai trotz UN-Sanktionen erneut eine Rakete getestet

Das Gremium werde bei einer Sitzung hinter verschlossenen Türen heute erneut über eine Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea beraten. Der Raketentest gilt auch als Herausforderung für den neuen südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In, der seit dem 10. Mai im Amt ist.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un.

Die Lage in der Region ist nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr sehr angespannt. Das will Moon wenn möglich rückgängig machen. Pjöngjang setze das Spiel von Provokation und Eskalation fort. Die USA hatten Anfang des Monats ihr Raketenabwehrsystem THAAD in Südkorea in Betrieb genommen. China ist Nordkoreas engster Verbündeter. Es sei aber nötig, zum Dialog mit Nordkorea zurückzukehren. UN-Resolutionen verbieten dem wegen seines Atomprogramms international isolierten Land den Test ballistischer Raketen. Dabei handelt es sich in der Regel um Boden-Boden-Raketen, die je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder sogar atomare Sprengköpfe befördern können.

Die kommunistische Führung in Nordkorea müsse "unverzüglich" ein "ehrliches Bekenntnis" zur Entnuklearisierung "durch konkrete Taten" abgeben, hiess es weiter. Damit wäre eine neue Eskalationsstufe im Konflikt um Nordkoreas Atomstreit erreicht. Die USA befürchten, dass Nordkorea eines Tages über Atomraketen verfügt, die auch das amerikanische Festland erreichen könnten.

US-Präsident Donald Trump und Japans Premier Shinzo Abe verurteilten den Raketenstart ebenfalls und deuteten eine weitere Verschärfung der bereits bestehenden Sanktionen an. Nach Angaben des US-Militärs stürzte die Rakete ins Japanische Meer. Die ballistische Rakete sei in Kusong im Nordwesten des abgeschotteten Nachbarlandes abgefeuert worden, teilte die südkoreanische Armee mit. Dieser hatte während des Wahlkampfs erklärt, an die aktive Annäherungspolitik zu Nordkorea unter den früheren liberalen Präsidenten anknüpfen zu wollen. Man habe alle Mittel für einen Vergeltungsschlag.

Nach dem neuerlichen Raketentest Nordkoreas ist der UN-Sicherheitsrat am Dienstagnachmittag (Ortszeit) zu Beratungen über weitere Sanktionen zusammengekommen. Peking mahnt regelmäßig einen politisch-diplomatischen Weg an, vorzugsweise in einem multilateralen Rahmen. Das Geschoß sei zudem größer gewesen als bei den Raketen vom Typ "Musudan", deren Tests regelmäßig gescheitert seien.

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