Eishockey - DEB-Präsident: Sturm soll Bundestrainer bleiben

Volle Konzentration und Sonnenschein

Zum zweiten Mal nacheinander hatte das deutsche Eishockey-Nationalteam bei der WM das Viertelfinale erreicht.

Für Deutschland ist die Eishockey-Heim-WM nach der 1:2-Niederlage geegn Kanada beendet. In der Tat sorgte Yannic Seidenberg in der mit gut 16.500 Zuschauern nicht ausverkauften Kölner Arena mit seinem Anschlusstreffer sogar noch einmal für eine spannende Schlussphase, auch wenn Kanada den knappen Vorsprung letztlich sehr souverän bis zur Schlusssirene verteidigte.

"Wir haben es ihnen zu leicht gemacht", sagte Seidenberg. "Jedes Mal, wenn wir die Scheibe hatten, haben wir sie direkt wieder hergegeben", analysierte der deutsche Torschütze Yannic Seidenberg anschließend bei Sport1. Vor allem im Aufbau seien die Pässe oft zu ungenau gewesen, bemängelte er. Der Sieg war natürlich hochverdient, und dass er nicht höher ausfiel, war dem überragenden Torhüter Philipp Grubauer zu verdanken, der mit Sprechchören gefeiert wurde. Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hätte für das WM-Viertelfinalduell gegen den Titelverteidiger noch etwas mehr von diesem Selbstverständnis der Profis aus Nordamerika und ihrem Talent gebraucht, um das Unmögliche möglich zu machen. "Die Stimmung war bombastisch".

Neben den Kanadiern schafften auch die Schweden den Einzug ins Halbfinale.

"Unser Ziel war vorher, dass wir den nächsten Schritt gehen wollten und das haben wir im Laufe des Turniers gemacht". Die vielen Fehler im Spielaufbau führte er auch auf das Niveau in der DEL zurück. Er hatte sich ebenso selbstverständlich nach dem Playoff-Aus in der NHL direkt in den Flieger gesetzt wie Topstar Leon Draisaitl.

"Wir wollen nichts herschenken, wir werden um jeden Meter kämpfen auf dem Eis", hatte Bundestrainer Sturm vor dem Match angekündigt. Selbst im Powerplay nicht. Im zweiten Drittel brachte die deutsche Offensive trotz zweier Überzahlsituationen nur einen Schuss aufs Tor zustande. Deutschland konnte sich beim starken Grubauer im Tor und dem kanadischen Unvermögen bedanken, dass es nach zwei Dritteln nur 0:2 stand. Der Stürmer der Carolina Hurricanes legte einen Abpraller blitzschnell an Grubauer vorbei ins Netz. Die deutsche Seite hat nur sieben solcher Spieler zu bieten, die 2295 NHL-Partien auf dem Buckel haben. Auch der einst bestbezahlte NHL-Verteidiger Christian Ehrhoff war in der Defensive eine ungemein wichtige Stütze.

Im Halbfinale trifft nun Rekordweltmeister Russland auf Kanada.

Kanada war als Titelverteidiger, 26-facher Weltmeister und souveräner Sieger der Gruppe B klarer Favorit im Duell mit Deutschland (Vierter der Gruppe A). Aber wenn man das Spiel heute gesehen hat, und wir besser gespielt hätten, wäre mehr drin gewesen.

Trainer Marco Sturm ist mit der Leistung im gesamten Turnier zufrieden: "Am Schluss war es doch eine gute WM für uns". -Runde. Das hatte zuletzt Uwe Krupp 2010 und 2011 geschafft. Weil die Kanadier in einer Mischung aus Arroganz und Verspieltheit im Schlussdrittel die Zügel schleifen ließen und Grubauer nicht nachließ, hielt sich die deutsche Hoffnung. Jeff Skinner verwandelte im Nachschuss zum 2:0 (39.).

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