Franco A.: Hinweise auf rechtes Netzwerk an Bundeswehr-Universität

Bundeswehr-Soldat Quelle über dts Nachrichtenagentur

Insgesamt hat der MAD offenbar elf Bundeswehr-Angehörige im Visier, von denen einige Kontakte zur schon erwähnten Identitären Bewegung haben, andere zur Burschenschaft "Danubia"; im Verfassungsschutzbericht Bayerns von 2015 wird diese Burschenschaft wegen Verbindungen zur rechtsextremen Szene erwähnt. Recherchen der Süddeutschen Zeitung zufolge gibt es zahlreiche Verbindungen zwischen Studenten und Absolventen der in Neubiberg angesiedelten Universität und der rechtsextremen sogenannten Identitären Bewegung, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Derzeit überprüfe der Militärische Abschirmdienst (MAD) vier Studenten der Bundeswehr-Universität wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus, heißt es in dem Bericht weiter. Mit zwei Kameraden habe er die Studentenzeitschrift der Bundeswehrhochschule zur Plattform für rechte Thesen umfunktioniert.

Nach BR-Informationen studierte zu dieser Zeit an der Bundeswehr-Universität auch der inzwischen inhaftierte Oberleutnant Maximilian T. - ein mutmaßlicher Komplize des terrorverdächtigen Franco A. Diesem wird vorgeworfen, sich als syrischer Flüchtling ausgegeben zu haben, um Anschläge zu verüben. Die Gruppe ist insbesondere im Internet aktiv, mache aber zunehmend aber auch durch fremdenfeindliche Aktionen auf der Straße auf sich aufmerksam. Trotz Kenntnis über die politische Gesinnung des nun überprüften Felix S. ließen ihn seine Vorgesetzten an einem Sammelband der Stiftung des Deutschen Bundeswehrverbands zum Thema "Soldatentum" mitwirken. Vergangenen Juli hab er gemeinsam mit anderen Führungsmitgliedern der "Identitären Bewegung" in München unter dem Motto "Integration ist eine Lüge" demonstriert. G. ist einer der vier Münchener Studenten mit Verbindungen zur "Identitäten Verbindung".

Im Jahr 2014 trat S. zudem als Redner vor Bürgern und Soldaten im oberpfälzischen Eslarn auf.

S. publiziert auch beim "Institut für Staatspolitik", einer Denkfabrik der "Neuen Rechten". Die dort von ihm verfassten Arbeiten befassen sich dabei etwa mit der vermeintlichen "Staatsverrottung" oder der "Wesensferne von Soldat und Zivilgesellschaft". Sinn des Soldaten sei "töten und sterben". Für die Bundeswehr waren die Aktivitäten des Offiziers aber wohl bislang kein Problem. Weder die Hochschule in München noch der MAD wollten sich laut SZ auf Nachfrage zu den Vorwürfen äußern.

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