Freund mit Kreissäge getötet - über zwölf Jahre Haft

Gewalttat Kreissäge Landgericht München Staatsanwaltschaft Totschlag Haar Plädoyer

Nach Überzeugung des Gerichts hatte P. den Mann Ende 2008 in Haar bei München beim Sexspiel mit der Kreissäge getötet. Das Opfer: ein Mann. Trotzdem gibt es noch ungelöste Rätsel.

Es war ein Szenario wie in einem Horrorfilm: Mit einer Kreissäge tötet eine Frau ihren Geliebten beim Sex.

Weil sie ihren Freund mit einer Handkreissäge umgebracht hat, ist eine Studentin zu zwölf Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.

Der Vorsitzende der ersten großen Strafkammer, Michael Höhne, hatte in seiner Urteilsbegründung erläutert, dass die Kammer schon davon ausgehe, dass Alexander H. zum Zeitpunkt seines Todes eine abgeklebte Schwimmbrille trug und ans Bett gefesselt war. Sodann hätte Gabi P. die Handkreissäge zweimal gegen den Hals des Opfers gedrückt. Man hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe für Gabi P. wegen Mordes erwartet, sagte die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft, Anne Leiding: "Wir werden die rechtliche Argumentation in dem Urteil prüfen".

Die Handkreissäge lag neben dem Bett im Dachgeschoss des heruntergekommenen Hauses in Haar bei München, als sich der Student Ende 2008 hinlegte und von seiner Freundin fesseln ließ.

Tötung mit Kreissäge: "Ich hab's jedenfalls nicht geplant" Zum Abschluss der Beweisaufnahme im Mordprozess gibt sich Gabi P. reumütig. Das Gericht ging deshalb davon aus, dass der Verurteilten erst nach der Fesselung die Idee kam, den Mann umzubringen. Die Tat sei nicht aus Heimtücke geschehen, sagte sie im Anschluss an ihr rund einstündiges Plädoyer.

In einem Jahre nach der Tat geschriebenen Tagebuch hatte die heute 32-Jährige Angst als Motiv für den Mord angegeben. Der Verwesungsgeruch fiel ihren Mitbewohnern nicht auf, weil es ohnehin nach Kleintieren, Moder und Dreck stank. Mit einem Helfer begruben die beiden die sterblichen Überreste im Garten, die erst Anfang 2016 nach einem Hinweis an die Polizei entdeckt wurden.

Die Geschehnisse hatte die Frau gestanden. "Die Frage nach dem "Warum" steht aber nach wie vor offen im Raum", sagte Höhne. Der kleinste gemeinsame Nenner sei wohl ihre Unzufriedenheit mit der Beziehung gewesen und der feste Wille, nachhaltig etwas zu ändern.

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