110,5 Millionen für ein Bild von Basquiat

Der Totenkopf von Jean Michel Basquiat war einem japanischen Milliardär knapp 100 Millionen Euro wert

Laut, bunt und wie elektrisch geladen scheint der Totenkopf von der Leinwand zu schreien. Der Verkäufer hatte es 1984 zum Preis von 19.000 Dollar erworben.

Ein unbetiteltes Gemälde von Jean-Michel Basquiat wurde für 110 Millionen Dollar bei einer Auktion verkauft.

New York. Ein Gemälde des verstorbenen New Yorker Künstlers Jean-Michel Basquiat ist für die Rekordsumme von 110,5 Millionen Dollar (99,2 Mio Euro) versteigert worden.

Das bunte Totenkopf-Gemälde wurde von dem japanischen Milliardär Yusaku Maezawa erworben. Damit brach Maezawa bei der Auktion am Donnerstag (Ortszeit) in New York gleich zwei Rekorde: Laut Auktionshaus Sotheby's ist dies der höchste Preis, der jemals bei einer Versteigerung für das Werk eines Künstlers aus den USA gezahlt wurde, und der höchste Preis für ein nach 1980 entstandenes Werk überhaupt. Damit sei für das Werk "Untitled" der höchste Preis für die Arbeit eines US-Künstlers erzielt worden, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Das neue Rekordbild "Untitled" war zunächst auf 60 Millionen Dollar veranschlagt worden, Maezawa lieferte sich dann aber einen Bieterwettbewerb mit einem anderen Interessenten, wodurch der Preis immer weiter stieg.

"Es ist definitiv außergewöhnlich, mit einem derart jungen Werk die 100-Millionen-Dollar-Grenze zu brechen", wird Gregoire Billaut, Abteilungsleiter für zeitgenössische Kunst bei Sotheby's, von der "Presse" zitiert.

Der New Yorker Künstler Jean-Michel Basquiat ist rund 29 Jahre nach seinem Tod zu späten Ehren gekommen. "Er zeigt etwas, das davor nie gesehen wurde".

Basquiat ist einer der am höchsten gehandelten afroamerikanischen Künstler. Er starb 1988 im Alter von 27 Jahren an einer Überdosis Heroin nach einer kurzen aber steilen Karriere. Am Vortag hatte das Auktionshaus Christie's in der Stadt mit einer ähnlichen Versteigerung 448 Millionen Dollar erzielt.

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