Bericht: Hinweise auf rechtes Netzwerk an Bundeswehr-Uni in München

Hatten

Wie laut SZ aus dem Verteidigungsausschuss des Bundestages verlautete, überprüft der Militärische Abschirmdienst (MAD) derzeit vier Studenten der Münchner Bundeswehr-Universität wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus.

Studenten und Absolventen der Bundeswehr-Universität München haben nach Informationen der Süddeutschen Zeitung Kontakte zur rechtsextremen Identitären Bewegung. Ob der Soldat die Bundeswehr bereits verlassen musste, ist noch nicht bekannt.

An der Bundeswehr-Universität in München gibt es einem Pressebericht zufolge womöglich seit Jahren ein rechtsextremes Netzwerk. Versuche der Universitätsleitung, die rechte Kaperung der Studentenzeitung zu verhindern, scheiterten damals an der Studierendenschaft, die sich mit großer Mehrheit hinter die rechten Redakteure stellte. Unter anderem solle geklärt werden, ob die Studenten auch Kontakt zum terrorverdächtigen Oberleutnant Franco A. oder zu seinem mutmaßlichen Komplizen Maximilian T. hatten, der in Neubiberg studierte. Unter diesen sollen sich elf Studenten befinden. Den Angaben zufolge geht der MAD Hinweisen auf ein Telefonat zwischen ihm und Franco A. nach. Im Verfassungsschutzbericht Bayerns von 2015 wird diese Burschenschaft wegen Verbindungen zur rechtsradikalen Szene erwähnt. Anzahl und Inhalt der Ermittlungen wurden nicht kommentiert. Auch vom MAD gibt es bisher keine Einzelheiten zu dem Fall. Insgesamt überprüft der MAD derzeit 284 Rechtsextremismus-Verdachtsfälle in der Truppe, darunter finden sich insgesamt auch elf Studenten.

Die ursprünglich aus Frankreich stammende "Identitäre Bewegung" ist seit 2012 auch in Deutschland aktiv.

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