Ermittlungsverfahren gegen Fußballstar Ronaldo steht offenbar bevor

Cristiano Ronaldo bewahrte die Ruhe.

Dies berichten "El Confidencial" und der "Spiegel".

Bei den Untersuchungen soll es um "Dutzende von Millionen Euro" gehen, die Ronaldo seit seiner Verpflichtung durch Real Madrid im Sommer 2009 mit Werbung verdiente.Die Enthüllungsplattform Football Leaks hat Dokumente, die belegen, dass das Geld unter anderem in Steuerparadiesen wie Irland und die British Virgin Islands gelandet ist. Dort heißt es unter Berufung auf "mit dem Fall betraute Quellen", dass die Madrider Staatsanwaltschaft in Kürze Ermittlungen gegen den Fußballstar aufnimmt.

Der Bericht der Finanzbehörde werde an die für Wirtschaftskriminalität zuständigen Ermittlungsbehörde weitergegeben. Und zwar wohl noch vor dem 30. Juni - dann verjähren nämlich die Steuervergehen für das Fiskaljahr 2011. Seit den Enthüllungen im Jahr 2015 sind die spanischen Steuerfahnder dem Portugiesen auf der Spur. Im Fokus: Die "Lex Beckham" - ein mittlerweile wieder abgeschafftes Gesetz, das den Steuersatz für Ausländer in Spanien von 50 Prozent auf 25 Prozent senkte. Außerdem musste Ronaldo nur jenes Geld versteuern, das er in Spanien verdiente.

Das Gesetz wurde bereits 2010 wieder abgeschafft - allerdings wurde Ausländern eine "Übergangsfrist" bis 2015 gewährt. Einnahmen aus dem Ausland interessierten den spanischen Fiskus damals nicht, auch keine ausländischen Werbeeinahmen.

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