EU-Kommission verhängt Millionenstrafe gegen Facebook

WhatsApp gibt Nutzer Daten an Facebook Facebook und Whats App rücken nun doch näher zusammen – obwohl Facebook einen Datenaustausch immer wieder dementierte

Der US-Internetkonzern erklärte, die 2014 bei Anmeldung der Übernahme von WhatsApp gemachten Fehler seien keine Absicht gewesen. Das gelte insbesondere für die Verpflichtung, sachlich richtige Angaben zu machen. Der Sprecher der EU-Kommission für Wettbewerb, Ricardo Cordaso. In Frankreich wurde zuletzt eine Strafe von 150.000 Euro gegen Facebook wegen des mangelnden Schutzes der Nutzer vor Werbetreibenden verhängt.

Konkret geht es um den Fall von falschen Angaben, denn Facebook und WhatsApp betonten beide nach der Übernahme weiterhin unabhängig voneinander zu arbeiten und es würde daher kein automatischer Abgleich zwischen beiden Plattformen stattfinden.

"Die Strafe ist die höchste, die wir jemals bei einem Verfahrensverstoß in einem Fusionsfall verhängt haben", sagte ein Kommissionssprecher. Im August 2016 überarbeitete Whatsapp dann seine Nutzungs- und Datenschutzbedingungen. Die Kommission begann daraufhin mit Nachforschungen. Mit anderen Worten: Facebook hatte die EU-Behörde belogen. Gegenüber der EU-Kommission hatte Facebook damals falsche Angaben gemacht, dass die Daten von WhatsApp künftig nicht in das soziale Netzwerk von Facebook integriert werden sollten.

Facebook hat mit dem Kauf von Whats-App einen wahren Datenschatz gehoben.

Facebook wurde heute von der EU-Kommission zu einer Strafzahlung von 110 Millionen Euro verdonnert. Die in Brüssel beheimatete Behörde erklärt in der Mitteilung weiter, die Busse für ein solches Vergehen könne bis zu einem Prozent des Jahresumsatzes betragen.

In dem Verfahren geht es ausschließlich um Wettbewerbsfragen. So war es bei der Übernahme des Messenger-Dienstes WhatsApp, den Facebook 2014 für 21 Milliarden Dollar gekauft hatte.

Facebook hält das nicht für notwendig und argumentiert, dass es in Europa nach irischem Recht agiere. Hier hat der Nutzer allein das Recht, über die Verwendung seiner persönlichen Angaben, seiner Datenspuren im Internet und seiner Vorlieben zu entscheiden.

Du könntest z. B. Werbung von einem Unternehmen sehen, mit dem du bereits in Kontakt standst, anstatt eines vorgeschlagen zu bekommen, von dem du noch nie gehört hast.

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