Ex-FBI-Chef Comey zu Aussage vor Ausschuss bereit

Der US-Präsident Donald Trump gerät in der Russland-Affäre immer weiter unter Druck- am Donnerstag will er sich Fragen der Öffentlichkeit stellen

Der frühere FBI-Chef Robert Mueller leitet die Ermittlungen. Die Personalentscheidung wurde in Washington parteiübergreifend begrüßt. In einem Statement warf er stattdessen nach Angaben der "New York Times" sowie des Senders CNN dem gefeuerten FBI-Chef vor, durch "Effekthascherei und politische Befrachtung der Untersuchung" einen "unnötigen Druck" auf die Regierung aufgebaut zu haben. Mueller lasse sich von niemandem einschüchtern. Nach 13 Jahren an der Spitze der Bundespolizei kehrte er dann wieder zu seiner früheren Tätigkeit als Privatanwalt zurück.

Das FBI machte er zu einer modernen Behörde, zuletzt war er Schlichter im VW-Abgasskandal.

US-Präsident Donald Trump soll nach einem Medienbericht bei seinem umstrittenen Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in der vergangenen Woche seinen Rauswurf von FBI-Chef James Comey als große Entlastung beschrieben haben.

Washington. Ex-FBI-Direktor Robert Mueller soll als Sonderermittler die Kontakte zwischen Trumps Wahlkampfteam und der russischen Regierung untersuchen.

Er hat laut Richtlinien des Justizministeriums die gleiche Autorität wie der Justizminister. Mit dem seit fast 20 Jahren nicht mehr benutzten Statut des Sonderermittlers soll gewährleistet werden, dass das US-amerikanische Volk "volles Vertrauen in die Ergebnisse haben kann", sagte der Top-Jurist. Das Weiße Haus wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

In welche Richtungen darf Mueller ermitteln?

Mueller soll nun herausfinden, ob Mitarbeiter Trumps den Russen dabei halfen. Dass die Boston-Attentäter früher unter Beobachtung des FBI standen und dennoch nicht als Gefahr erkannt wurden, empfand Mueller als einen der wenigen Tiefpunkte in seiner Karriere. Innerhalb der kommenden 60 Tage muss er dem Justizministerium ein Budget vorschlagen und dieses jährlich, bis zum Ende der Ermittlungen, aktualisieren. Für die Aufgabe hat Mueller nahezu freie Hand, unbegrenzte Ressourcen und Vollmachten.

Rosenstein schritt zur Tat, weil sein Chef, Justizminister und Trump-Bewunderer Jeff Sessions, in der Causa Russland als befangen ausfällt. Er war es auch, der den Ernennungsbrief für Mueller aufsetzte. Nach der Rückkehr aus dem Krieg erwarb Mueller den Jus-Abschluss an der Universität von Virginia und arbeitete danach fast drei Jahrzehnte lang abwechselnd für private Anwaltskanzleien und als Staatsanwalt. Trumps Republikaner hatten sie zunächst für nicht nötig gehalten. Die Kommunikationsvorgänge seien bislang nicht öffentlich gemacht worden. Er freue sich darauf, dass "diese Sache schnell abgeschlossen" werde.

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