Google: Zwei Milliarden Android-Geräte

Mit Vorhängeschloss und Kette lassen sich Smartphones natürlich nicht sichern. Es gibt aber Mittel und Wege Datendieben die sich in Apps verstecken das Leben zumindest etwas schwerer zu machen. Der Nutzer selbst hat es in der Hand

Weitere Neuigkeiten auf der I/O 2017 betrafen Google Home oder Android TV, wirken aber auf den ersten Blick nicht ganz so interessant. Apples eigene Sprachsoftware ist bekanntlich derzeit noch nicht so weit entwickelt, wie der Google Assistant.

Apple setzt auf Siri und Google baut auf Google Assistant.

Vom Motto "Mobile First" hat sich Google verabschiedet. Damit demonstriert Lens nicht nur Googles vorhandene Fähigkeiten bei der Bild- und Objekterkennung, sondern auch die mittlerweile vorhandenen Möglichkeiten bei der Weiterverarbeitung mit einer Künstlichen Intelligenz.

Nachdem Android 7.0 Nougat endlich ein natives Multi-Window-Feature eingeführt hat, erscheint der Picture-in-Picture Modus als der konsequente nächste Schritt: Videos - seien es Youtube- und Netflix-Streams oder ein Videoanruf in Google Duo - können damit miniert und parallel betrachtet werden.

Google nutzt seine Entwicklerkonferenz Google I/O dazu, um die Welt über die Entwicklungen im Bereich Software zu informieren. Nun folgt unter dem Namen "Cloud TPU" die nächste Generation, die deutlich mehr Leistung bringen soll, und auch Kunden der Google Cloud zur Verfügung stehen soll.

Auch in diesem Teil des Vortrags wurde über Google Lens gesprochen. Im Sommer soll das Gerät schließlich auch in Deutschland verfügbar sein, wie auf der Konferenz angekündigt wurde. Da liegt ihr richtig, denn schon im Januar wurde der Google Assistant für Android TV in Aussicht gestellt. Zu den neuen Funktionen gehören "proaktive Benachrichtigungen", die den Nutzer zum Beispiel daran erinnern, zu einem Termin aufzubrechen. Laut Google starten Apps künftig doppelt so schnell wie bisher. Wenn man die Kamera auf das Werbeplakat einer Veranstaltung richtet, soll der Assistant beim Online-Ticketkauf helfen oder aber, wenn es um ein Konzert geht, Songs des Künstlers abspielen können. Die Option Spotify, Deezer und Soundcloud über das Gerät zu nutzen, dürfte dagegen inklusive sein. Damit könnte die App zum Beispiel Informationen zu einem Gebäude oder einem Bild auf dem Foto liefern. Google verteilt dafür ein Update für seine Chromecast-Geräte. Nutzer bestimmen selbst, welche Bilder genau geteilt werden, unter anderem nach Datum oder Personen im Bild. Dazu könnt Ihr Eure eigene Telefonnummer registrieren, von der aus Anrufe getätigt werden. Die neuen Funktionen kommen "in den kommenden Wochen" zu Android, iOS und zum Web-Dienst. Zudem steigt der Konzern in das Geschäft mit Fotobüchern ein. Der Service könne künftig auf Wunsch des Nutzers zum Beispiel automatisch mit Familienmitgliedern alle Bilder teilen, auf denen sie zu sehen sind. Bei Live-Videos bietet sich die Funktion besonders an. Google erweitert auch die "Super Chat" Funktion von YouTube. Das Geld kann zum Beispiel an wohltätige Organisationen gespendet werden. Eine der Neuerungen ist "Fluid Experiences", die andere "Vitals". Viele fotografieren auch die SSID (Netzwerkname des WLANs) und das Passwort ab. Lens kann dabei auch automatisch Dinge wie Rechnungen oder Visitenkarten erkennen. Außerdem wurden mehr Sicherheit, kürzere Ladezeiten von Apps und längere Akkulaufzeiten versprochen.

Machine Learning war auf der I/O-Keynote DAS Thema und soll auch in Android-Apps einiges verbessern. Hintergrundaktivitäten von Apps werden eingeschränkt. Während Deutschland am Mittwoch unter einer Hitzewelle ächzt, hat man sich vor der Google-Keynote im Shoreline-Theatre in Mountain View lieber noch eine Jacke mehr übergezogen. Und wie es sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet hatte, bringt die Developer Preview 2 nicht nur diverse Neuerungen mit sich, sondern scheint auch stabil genug zu laufen, um sich als Public Beta qualifiziert zu haben. So wurde ein neues Angebot vorgestellt, das es leichter macht, Fotoalben zusammenzustellen, die dann direkt von Google als physische Produkte bestellt werden können. Hier können sich beliebige Anbieter in Google Assistant einbinden. Bisher sind aber nur wenige Smartphones kompatibel zu der neuen Software. Im Sommer geht das Tango-Smartphone Asus Zenfone AR in den Verkauf.

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