Iran: Hassan Ruhani gewinnt Präsidentenwahl

Im Fall seines Wahlsiegs will Ebrahim Raeissi den Iran stärker gegen den Westen abgrenzen

Dabei setzte sich der 68-Jährige Ruhani mit 58 Prozent gegen seinen konservativen Gegenkandidaten Ebrahim Raeissi durch. Nach Angaben von Innenminister Abdulresa Rahman Fasli werden die Endergebnisse am Samstagabend oder spätestens am Sonntag bekanntgegeben.

Sollte kein Kandidat am Freitag eine Mehrheit bekommen, würden die beiden Erstplatzierten eine Woche später in eine Stichwahl gehen. Insgesamt über 40 Millionen Wähler nahmen daran teil. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 73 Prozent, wie der Minister sagte. Sie schlossen nach Angaben des staatlichen Fernsehens schließlich am späten Abend, nachdem wegen des hohen Andrangs die Öffnungszeit um mehrere Stunden verlängert worden war. Vor vielen Wahllokalen in Teheran hatten sich lange Schlangen gebildet. Medienangaben zufolge gab es auch in den Provinzen eine lebhafte Beteiligung.

Bei der Wahl im Iran ging es um den künftigen Kurs des Staates: Rouhani steht für die Öffnung, Raeissi für die Abschottung des Landes. Die anderen beiden Kandidaten galten von vorneherein als chancenlos. Die Abstimmung gilt als Schicksalsentscheidung für das Land.

Trotz der Zugeständnisse des Iran beim Atomprogramm bleibt das Verhältnis zu den USA angespannt. Im Gegenzug wurden die meisten Wirtschaftssanktionen aufgehoben.

Raissi wies darauf hin, dass jeder das Wahlresultat akzeptieren solle.

Raisi nutzt den Umstand, dass sich die Wirtschaftslage nicht wie erhofft deutlich verbessert hat und die kleinen Erfolge bei den armen Schichten nicht angekommen sind. Er warf Rouhani Missmanagement vor und versprach in den Armenvierteln Jobs und Sozialhilfe. Der "religiöse Faschismus" im Iran werde aber bis zu seinem Sturz fortbestehen.

Auch wenn der Präsident über eine begrenzte Macht verfügt und das Sagen letztlich das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei hat, ist Rohanis Wahl von grosser Bedeutung.

Der Wahlsieg Ruhani hat Erleichterung in der deutschen Wirtschaft ausgelöst.

Die Präsidentin des exiloppositionellen Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), Maryam Rajavi, sieht im Ausgang der iranischen Präsidentschaftswahlen eine "schwere Niederlage" für Khamenei.

Die Iraner haben für eine weitere Öffnung des Landes gestimmt und Präsident Rouhani im Amt bestätigt. "Dies würde die Wirtschaft stärken und die liberalen Kräfte im Iran unterstützen", erklärte der BDI-Präsident. Präsident Hassan Ruhani schlägt gemässigtere Töne an als sein Vorgänger Ahmud Ahmadinedschad, der Israel immer wieder massiv bedroht hat. Dazu aber benötige er ausländische Investitionen, sagte Kempf.

Related:

Comments

Latest news

Slot Game Symbols To Wish For
It is widely credited with setting the trend of using playing card symbols on the reels, as well as things like bells. In the online slot world this happens more often than not due to the number of pay lines that are genuinely present.

Deutschland: Zug entgleist, Schlamm auf Autobahn: Unwetter lösen Großeinsätze aus
Ein Unwetter über Hamburg bescherte derweil fast 140 Flugreisenden eine Nacht auf Feldbetten im Flughafen Fuhlsbüttel. Mit der Bergung des verunglückten Zuges sollte am Samstagmorgen begonnen werden, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Neuer Amazon Echo Show jetzt offiziell vorgestellt
Die Software soll auch helfen, sich zwischen verschiedenen Kombinationen von Anziehsachen zu entscheiden. Daneben integriert Apple seine Assistentin Siri in alle Geräte des Konzerns.

Streit um Akademie: DFB hält an Rennbahn-Gelände fest
Zwischen der Stadt Frankfurt und dem DFB sind längst alle maßgeblichen Verträge zur Übertragung des Areals unterschrieben worden. Mit der Einberufung will der Verband so lange warten, bis er endlich "Rechts- und damit Planungssicherheit hat".

Fußball-Wetten in Europa
Es gibt zunehmend Gelegenheit für die europäischen Fußball-Fans auf ihre Lieblings-Teams oder Spiele zu setzen. Zwei der größten E-Wallets kommen in Form von Skrill (offiziell als MoneyBookers bekannt) und Neteller.

Other news