Medien entdecken Hinweise auf rechtes Netzwerk an Bundeswehr-Uni

Bundeswehruniversität München

Bereits vor einem halben Jahr berichtet der Bayerische Rundfunk über Kontakte eines Absolventen der Bundeswehr-Uni zur rechtsextremen "Identitären Bewegung": Felix S., damals Bundeswehroffizier in der Oberpfalz.

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) überprüfe vier Studenten der Münchner Bundeswehr-Universität wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus, schreibt die Zeitung unter Berufung auf den Verteidigungsausschuss des Bundestages.

München (dts) - Unter Studenten der Bundeswehr-Universität München besteht möglicherweise seit Jahren ein rechtsextremes Netzwerk: Laut eines Berichts der "Süddeutschen Zeitung" gibt es zahlreiche Verbindungen zwischen Studenten und Absolventen der in Neubiberg angesiedelten Universität und der sogenannten "Identitären Bewegung", die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Den Angaben zufolge geht der MAD Hinweisen auf ein Telefonat zwischen ihm und Franco A. nach. Zudem soll Maximilian T. Mitglied in einer WhatsApp-Gruppe gewesen sein, in der sich Franco A. mit Gleichgesinnten austauschte. Im Verfassungsschutzbericht Bayerns von 2015 wird diese Burschenschaft wegen Verbindungen zur rechtsextremen Szene erwähnt.

Seit den Terror-Ermittlungen gegen Soldaten steht auch die Münchner Bundeswehr-Uni im Fokus: Ein mutmaßlicher Komplize des Oberleutnants Franco A. studierte hier. Insgesamt überprüft der MAD 284 Rechtsextremismus-Verdachtsfälle in der Bundeswehr, darunter elf Studenten. Franco A. war im französischen Illkirch stationiert gewesen und hatte ein Doppelleben als Flüchtling geführt. Die beiden Soldaten sollen einen Anschlag geplant haben. "Das Ermittlungsverfahren in Lüneburg richtet sich nach wie vor gegen unbekannt", betonte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

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