Merk und Heynemann kritisieren Ansetzung von Gräfe scharf

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Sportchef Olaf Rebbe vom VfL Wolfsburg hat gelassen auf die Schiedsrichteransetzung für das Finale um den Klassenerhalt beim Hamburger SV reagiert. Ausgerechnet jenen Unparteiischen, dem der HSV seine Erstklassigkeit zu verdanken hat. Später gewann der HSV in der Verlängerung und entronn dem Abstieg.

Lange ist es her, vergessen aber keineswegs: Gräfe hatte im Relegations-Rückspiel vor zwei Jahren beim Stand von 0:1 aus Hamburger Sicht mit einem Fehlentscheid für erhitzte Gemüter bei den KSC-Akteuren und -Fans gesorgt. Hamburg traf per Freistoß zum Ausgleich - und sprang dem Abstieg im letzten Moment von der Schippe. Das änderte aber nichts daran, dass Gräfe nun wieder in den Fokus geriet. Die früheren Spitzen-Referees Markus Merk und Bernd Heynemann kritisieren den Deutschen Fußball-Bund scharf für die in einigen Medien als "Spiel mit dem Feuer" gebrandmarkte Ansetzung.

Gräfes Freistoß-Entscheidung wird seitdem kontrovers diskutiert, oft heißt es "kann, aber muss man nicht gegeben". "Und wenn es so kommt, hoffe ich auf eine faire und klare Entscheidung eines gutes Schiedsrichters", sagte HSV-Trainer Markus Gisdol. "Wenn in einer entscheidenden Szene etwas passieren sollte, hat der DFB ein Problem", sagte Heynemann (63), der bei der EM 1996 und der WM 1998 im Einsatz war. "Hätte man mich gefragt, welcher Schiedsrichter für dieses Spiel nicht in Frage kommt, wäre ich auf genau einen Namen gekommen", sagte der ehemalige Fifa-Mann Merk der "Hamburger Morgenpost" (Freitag). Und weiter: "Diese Ansetzung ist für mich unglaublich erstaunlich". Ich verstehe sie nicht. "Das ist hier, bei aller unbestrittenen Kompetenz von Manuel Gräfe, nicht möglich", so Merk weiter.

Vielleicht ist die Nominierung Gräfes für das heutige Spiel durch den DFB deshalb instinktlos. Das Wichtigste ist immer, dass der Schiedsrichter nicht im Fokus steht - sondern das Spiel! "Manuel Gräfe hat die meiste Erfahrung, so gesehen ist die Ansetzung vollkommen nachvollziehbar", sagte er.

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