Neue schwere Vorwürfe gegen Trump

Trump soll Ex-FBI-Chef Comey um die Einstellung von Ermittlungen gebeten haben

Auf die Frage eines Reporters, ob Trump den ehemaligen FBI-Chef James Comey zur Beendigung von Ermittlungen gegen seinen früheren Sicherheitsberater aufgefordert habe, antwortete Trump entschieden mit Nein.

Trump warf zudem seiner demokratischen Konkurrentin im Wahlkampf, Hillary Clinton, sowie seinem Amtsvorgänger Barack Obama vor, illegal gehandelt zu haben, ohne seine Vorwürfe zu präzisieren.

Der Sonderermittler hat umfassende Vollmachten. Und er hat bewiesen, dass er sich politischem Druck nicht beugt, auch nicht aus dem Weißen Haus. "Er war verrückt, ein richtiger Spinner", sagte Trump über Comey weiter.

Am Freitag brach der US-Präsident mit Frau Melanie zu seiner ersten Auslandsreise auf. Er zeige, dass die USA ein gespaltenes Land seien, sagte Trump laut CNN bei einem Treffen mit Fernseh-Moderatoren in Washington.

Zahlreiche Demokraten äußerten die Hoffnung, dass Comey nun zu einer öffentlichen Aussage in den Kongress vorgeladen werde, um zu Existenz und Inhalt des fraglichen Memos Stellung zu nehmen.

Rechtsexperten sagten, Trumps Äusserung könne verschieden interpretiert werden.

Sondermittler Mueller hat nun zu klären, ob es dabei zu verbotenen Absprachen kam.

Das betreffende Gespräch zwischen Trump und Comey soll am Tag nach Flynns Rücktritt im Februar stattgefunden haben.

Vizejustizminister Rosenstein erteilte Mueller den ausdrücklichen Auftrag, "jegliche Verbindungen und/oder Abstimmungen zwischen der russischen Regierung und Personen mit Verbindung zur Wahlkampagne von Präsident Donald Trump" zu untersuchen. Er habe bei der Entlassung "dieses Russland-Ding" mit im Kopf gehabt, gab Trump in einem Interview zu. "Ich habe beschlossen, dass ein Sonderberater notwendig ist, damit das amerikanische Volk volles Vertrauen in das Ergebnis hat", begründete der stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein die Entscheidung. Er sieht sich deswegen Vorwürfen ausgesetzt, er habe Einfluss auf die Russland-Ermittlungen des FBI ausüben wollen. Eine Einladung des Justizausschusses des US-Senats zur Anhörung hatte er ausgeschlagen.

Washington sz Robert Swan Mueller III, heißt es, könnte an jedem Kneipentresen einen Whiskey trinken, ohne Gefahr zu laufen, dass ihn jemand erkennt.

Auch eine neue Erklärung von Trumps Sprecher Sean Spicer ging in diese Richtung: Mit seinen Ermittlungen habe Comey "unnötigen Druck" auf die Möglichkeiten der Regierung aufgebaut, mit Moskau "zu diskutieren und verhandeln".

In einer Mitteilung vor seinem Abflug in Washington betonte Trump, es sei an der Zeit, dass die muslimischen Führer eine "viel größere Rolle" im Kampf gegen den Terror im Nahen Osten einnähmen.

Der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im Abgeordnetenhaus, Jason Chaffetz, veröffentlichte am Dienstagabend (Ortszeit) einen Brief, den er an den Übergangs-FBI-Chef Andrew McCabe geschrieben hatte. Kritik an Mueller gab es vor allem gegen Ende seiner Amtszeit, als herauskam, dass der tschetschenische Boston-Marathon-Bomber Tamerlan Zarnajew bereits zwei Jahre vor dem Anschlag ins Visier der Bundespolizei geraten war, aber nicht weiter beachtet wurde. Wittes erzählt, dass Comey innerlich gehofft habe, nicht mit dem Präsidenten sprechen zu müssen.

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