Neuer Otto-Chef will Umsatz massiv steigern

Otto Group Vorstandschef Hamburg Ertragskraft E-Commerce Online-Shop Millionen Basis

Gestartet mit dem klassischen, gedruckten Katalog, mausert sich Otto immer mehr zum reinen Online-Händler. Binnen fünf Jahren soll der Umsatz auf 17 Mrd. Der neue Chef verspricht sich gewaltige Umsatzzuwächse.

"Wir sind uns intern alle einig, dass nun wieder eine Phase ehrgeizigen Wachstums folgen muss", sagte Alexander Birken dem "Handelsblatt". "Entsprechend investieren wir gezielt in erfolgversprechende, digitale Geschäftsmodelle".

Das Onlineangebot an Produkten und Dienstleistungen will Birken weiter ausbauen.

"Wir haben uns gefragt, wie die Zukunft der Otto Group aussehen könnte, wie wir Maßstäbe setzen und uns neu erfinden können", sagte Birken im Rahmen der Vorstellung der neuen Konzernstrategie. Heute sind es gut zwei Millionen. Doch anders als die Konkurrenten Amazon und Zalando auf Platz eins und drei hat sie nicht nur die eine große Plattform otto.de. Auch der jüngste Konzernspross, die Online-Mode-Plattform About you "soll zu einem Milliardenunternehmen ausgebaut werden". Birken will den Konzern zudem für Partner öffnen: "Wir können uns vorstellen, stärker als bisher Beteiligungen an ausgewählten wachstumsstarken Konzernunternehmen zuzulassen". Gegenwärtig steht Collins bei 135 Millionen Euro Umsatz, doch würden die Zahlen von Monat zu Monat dramatisch besser.

Mit der Umsetzung der Strategie sei mit steigenden Investitionen und hunderten oder auch tausenden neuen Arbeitsplätzen zu rechnen.

Birken sieht die Unternehmensgruppe (49 750 Mitarbeiter) vor einem großen Wandel. Danach befragt, ob Otto künftig nicht mehr nur über die eigene Tochter Hermes, sondern auch mit DHL Waren ausliefert, sagte er, der Konzern beschäftige sich mit diesem Thema "auf jeden Fall sehr offen". Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 (bis Ende Februar) steigerte das Hamburger Familienunternehmen die Erlöse auf vergleichbarer Basis insgesamt um fünf Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Trotz erneut hoher Belastungen aus dem Verkauf der Handelsaktivitäten der französischen 3SI Group bleibt unter dem Strich ein Überschuss von 41 Mio.

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