Prozessbeginn in Frankfurt: Rocker muss sich vor Gericht verantworten

Land und Amtsgericht Frankfurt am Main

Mitten in der Innenstadt Frankfurts hat ein 56-jähriger Hells Angel an Himmelfahrt 2016 auf einen Geländewagen gefeuert.

Rund ein Jahr nach Schüssen in der Frankfurter Innenstadt hat der Prozess gegen ein Mitglied der Hells Angels begonnen. Es sind Polizeibeamte, die am Himmelfahrtstag 2016 als erste am Tatort waren. Er muss sich unter anderem wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Rund ein Jahr nach der Schießerei am Friedrich-Stoltze-Platz wurde der erste Tag der Gerichtsverhandlungen von einem Großaufgebot der Polizei gesichert. Die zur Abwehr möglicher Racheakte im kompletten Gerichtsviertel verteilten Beamten trafen dabei jedoch auf erstaunlich wenige Rocker. Umgestürzte Tische, zerbrochene Gläser und in alle Richtungen flüchtende Menschen seien die Folge gewesen. Vor den Augen zahlreicher Zeugen sollen Athanasios A. und sein Begleiter mehrfach auf das Auto geschossen haben. Der damals 38 Jahre alte mutmaßliche Komplize des Angeklagten ist noch immer auf der Flucht. Er galt als "out in bad standing" und durfte damit nach Hells-Angels-Regeln angegriffen werden. Im Auto saß zudem eine Frau, wohl die Freundin des lebensgefährlich verletzten 41-Jährigen. Der 41-Jährige sowie ein 20-Jähriger auf dem Rücksitz wurden schwer verletzt. Auch das ist eine Regel der Hells Angels: keine Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden und der Justiz. Zu den Vorwürfen äußerte sich A.am ersten von 16 Verhandlungstagen nicht.

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