Rekordsumme für ein Basquiat-Gemälde

Der Totenkopf von Jean Michel Basquiat war einem japanischen Milliardär knapp 100 Millionen Euro wert

Es war der mit Abstand höchste Preis, der bislang für ein Werk des 1988 mit 27 Jahren verstorbenen Künstlers erzielt wurde.

Der Milliardär Yusaku Maezawa bezahlt bei einer Versteigerung eine Rekordsumme für ein Werk des afroamerikanischen Künstlers Jean-Michel Basquiat. Kurz nach der erfolgreichen Ersteigerung postete der 41-Jährige auf Instagram ein Foto des Gemäldes. Damals hatte Maezawa "Untitled, 1982" für rund 57,3 Millionen Dollar ersteigert. Das neue Rekordbild "Untitled" war zunächst auf 60 Millionen Dollar veranschlagt worden, Maezawa lieferte sich dann aber einen Bieterwettbewerb mit einem anderen Interessenten, wodurch der Preis immer weiter stieg.

Ein unbetiteltes Gemälde von Jean-Michel Basquiat wurde für 110 Millionen Dollar bei einer Auktion verkauft. Die Besucher im Auktionssaal nahmen den Zuschlag mit Jubel und Applaus auf. Es sei zuvor immer in der gleichen Privatsammlung gewesen, für die es 1984 für 19 000 Dollar gekauft worden sei, erklärte das Auktionshaus.

"Es ist definitiv außergewöhnlich, mit einem derart jungen Werk die 100-Millionen-Dollar-Grenze zu brechen", wird Gregoire Billaut, Abteilungsleiter für zeitgenössische Kunst bei Sotheby's, von der "Presse" zitiert. Nach einem meteorhaften Aufstieg starb der Maler 1988 mit 27 Jahren an einer Überdosis. "Er zeigt etwas, das davor nie gesehen wurde". Mit "Untitled" hatte Jean-Michel Basquiat 1982 ein Meisterwerk geschaffen - mit einer Rekord-Versteigerung kommt er nun, fast 30 Jahre nach seinem Tod, zu spätem Ruhm. Basquiat, Sohn eines Haitianers und einer Puerto Ricanerin, gilt als einer der wichtigsten US-Künstler der vergangenen Jahrzehnte. Am Vortag hatte das Auktionshaus Christie's in der Stadt mit einer ähnlichen Versteigerung 448 Millionen Dollar (gut 400 Millionen Euro) umgesetzt.

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