Streit um Akademie: DFB hält an Rennbahn-Gelände fest

Neuer Termin im Rennbahn-Rechtsstreit

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hält trotz des belastenden Rechtsstreits vorerst an der Frankfurter Rennbahn als Standort für seine neue Akademie fest. Das gab der Verband am Freitag nach einer Präsidiumssitzung in Frankfurt bekannt.

"Wir haben die feste Absicht, unser neues sportliches Zentrum zu bauen". Mit der Einberufung will der Verband so lange warten, bis er endlich "Rechts- und damit Planungssicherheit hat". Allerdings wehrt sich der Frankfurter Renn-Club als bisheriger Betreiber seit 2015 in mehreren Gerichtsverfahren gegen die Räumung des Areals.

Der Außerordentliche Bundestag, auf dem die gestiegenen Kosten für das "Leuchtturmprojekt" (inzwischen rund 140 Millionen Euro) von den DFB-Mitgliedern abgesegnet werden sollen, wird wegen der unklaren Rechtslage vorerst nicht einberufen. Zwischen der Stadt Frankfurt und dem DFB sind längst alle maßgeblichen Verträge zur Übertragung des Areals unterschrieben worden. Ursprünglich hatte das Oberlandesgericht die Fortführung der Verhandlung auf den 2. Juni terminiert.

Den Ausschlag, weiter am Rennbahn-Gelände festzuhalten, gaben aus Sicht des DFB vor allem zwei Gründe: Die Unterstützung der Stadt in dieser Frage. Er hoffe, "dass zeitnah Rechtssicherheit vorliegt", sagte er mit Blick auf die Auseinandersetzungen zwischen dem Rennklub, der das Gelände nicht räumen will, und der Stadt, die es an den DFB verpachtet hat. Während die Stadt eine Schonfrist erhielt, sondiert der Verband aber bereits Alternativen. Gute Chancen werden aber nur zwei Orten eingeräumt: Friedberg und Bad Vilbel. Denn eine Fläche, die den Anforderungen des DFB entspricht, müsste mindestens 15 Hektar groß und vom Flughafen Frankfurt aus schnell zu erreichen sein.

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