Trump: Größte Hexenjagd in der amerikanischen Geschichte

Unverhoffter Vorruhestand Der gefeuerte FBI-Direktor James Comey vor seinem Haus in McLean Virginia

Trump muss sich wegen der umstrittenen Kontakte seines Wahlkampfteams zu Russland und vor allem des Rauswurfs von FBI-Chef James Comey, der in dieser Angelegenheit ermittelte, rechtfertigen.

Trump erklärte dagegen, der Schritt sei "sehr, sehr negativ".

"Es ist ein neuer Sheriff in der Stadt", sagen Amerikaner gerne, wenn bestehende Machtgefüge aufgebrochen werden und Personen an Einfluss gewinnen, die man vorher nicht auf der Rechnung hatte. Das Justizministerium hatte tags zuvor mit Comeys Vorgänger Robert Mueller einen Sonderermittler eingesetzt, um mögliche Zusammenhänge zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland zu untersuchen.

Mueller, der als unnachgiebiger und unbestechlicher Aufklärer einen hervorragenden Ruf genießt, werde "alle nötigen Ressourcen zur Verfügung haben, um eine gründliche und vollständige Ermittlung durchzuführen", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Dieser könnte sich jedoch weigern. Von 2001 bis 2013 stand der gebürtige New Yorker an der Spitze des FBI. Trumps Parteifreund und Kontrahent bei den Vorwahlen im vergangenen Jahr, Senator Marco Rubio, begrüßte die Einsetzung des unabhängigen Ermittlers. Dem Juristen Mueller wird zugetraut, ohne Rücksicht auf Trump oder andere mächtige Akteure in Washington die Wahrheit herauszufinden. Doch was in der Fiktion abgedroschen wäre, ist in Washington im Frühjahr 2017 Realität.

US-Präsident Donald Trump hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe den ehemaligen FBI-Chef James Comey zur Beendigung von Ermittlungen gegen seinen früheren, inzwischen entlassenen Sicherheitsberater Michael Flynn aufgefordert.

Muellers Berufung wird von Beobachtern auch als Befreiungsschlag des zuständigen stellvertretenden Justizministers Rod Rosenstein interpretiert.

"Ich habe gerade den Chef des FBI gefeuert", sagte Trump der "New York Times" zufolge im Oval Office des Weißen Hauses zu Lawrow und dem russischen US-Botschafter Sergej Kisljak.

"Ich habe großes Vertrauen in die Unabhängigkeit und Integrität unserer eigenen Leute", so Rosenstein. Er halte einen Sonderermittler dennoch für nötig, "damit das amerikanische Volk volles Vertrauen in die Ergebnisse haben kann".

Die Entscheidung, Mueller einzusetzen, um eine mögliche Verstrickung zwischen Trumps Umfeld und Vertretern Russlands zu untersuchen, solle nun aber bitte nicht als Vorverurteilung des Präsidenten oder dessen Wahlkampfmitarbeiter verstanden werden, macht Rosenstein deutlich.

"Meine Entscheidung bedeutet keine Festlegung, dass eine Straftat begangen wurde oder dass eine Anklage gerechtfertigt ist". Das Weiße Haus wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

In einer ersten Reaktion gab sich Trump zuversichtlich. "Das ist die bei weitem größte Hexenjagd auf einen Politiker in der amerikanischen Geschichte!", schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter.

Dabei gäbe es wichtige Dinge zu erledigen. "Aber Ihr müsst Euren Kopf hochhalten und kämpfen, kämpfen, kämpfen!" Comey soll am nächsten Mittwoch vor Mitgliedern des Repräsentantenhauses aussagen.

Trump wollte am Freitagnachmittag zu seiner ersten Auslandsreise als Präsident starten, die ihn zunächst nach Saudi-Arabien, Israel und ins Westjordanland führen wird.

Haben Trumps Mitarbeiter den Russen geholfen?

Auch am späten Mittwochabend reißen die schlechten Nachrichten nicht ab.

Die Berichte der "New York Times" über das Gespräch zwischen Trump und den russischen Regierungsvertretern sind auch deshalb pikant, weil Kisljak mit im Zentrum der Russland-Affäre steht. Es wird viel reagiert, kaum noch agiert.

Washington - Immerhin: Um klare Antworten ist Donald Trump noch immer nicht verlegen.

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