Trump und Erdogan preisen Zusammenarbeit

Trump und Erdoğan Türkischer Präsident zu Gast im Weißen Haus Quelle dpa

Russlands Staatschef Putin will die Notizen der Unterredung zwischen US-Präsident Trump und Außenminister Lawrow veröffentlichen. Erdogan sprach von "ausgezeichneten" Verbindungen und betonte, sein Besuch im Weißen Haus stelle "einen historischen Wendepunkt" dar. Man unterstütze die türkische Regierung bei ihrem Kampf gegen Terrororganisationen wie den Islamischen Staat (IS) und die kurdische PKK, sagte Trump heute bei einem gemeinsamen Auftritt mit Erdogan im Weißen Haus in Washington. Dies seien zum einen humanitäre Erwägungen gewesen.

Auch Erdogan bekräftigte, an der Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten im Kampf gegen den Terrorismus festhalten zu wollen.

Ein US-Regierungsvertreter, der nicht genannt werden wollte, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass es sich bei dem Land um Israel gehandelt habe.

US-Präsident Donald Trump war in die Kritik geraten, nachdem enthüllt worden war, dass er dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und dem russischen Botschafter in den USA, Sergej Kisljak, sensible Geheimdienstinformationen über einen Anschlagsplan der Terrororganisation IS verraten haben soll.

In amerikanischen Medien wurde Trump unterstellt, mit den Informationen geprahlt zu haben. Als Mitarbeiter des Außenministeriums vorgestellt, wanderten seine Bilder von einem grinsenden Donald Trump im Kreise seiner russischen Besucher im Nu auf den Draht einer russischen Nachrichtenagentur - ein gelungener PR-Coup des Kremls. Es folgt der Nato-Gipfel am 25. Mai in Brüssel. Dabei handele es sich um Informationen über die Gefahr von Anschlägen mit Hilfe von Laptops an Bord von Flugzeugen. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete, Putin habe einen "Mitschnitt des Treffens" angeboten.

Trumps Nationaler Sicherheitsberater H.R. McMaster nannte den Zeitungsbericht falsch. Notfalls müssten, falls vorhanden, Mitschnitte der Gespräche mit den Russen offengelegt werden. "Und der Präsident hat keinerlei Militäroperationen erörtert, die nicht bereits in der Öffentlichkeit bekannt waren". "Ich war im Raum". Tillerson war bei dem Treffen dabei. Mit Justin Amash brachte erstmals auch ein Abgeordneter aus Trumps eigener republikanischer Partei ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten ins Spiel. Der gewöhnlich bedächtige Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im US-Senat, der Republikaner Bob Corker, sagt es am besten: Dieses Weiße Haus befindet sich auf einer Abwärts-Spirale.

Die israelische Zeitung "Jediot Achronot" schrieb am Mittwoch, in israelischen Geheimdienstkreisen herrschten Zorn und Sorge über die mutmaßlichen Enthüllungen. Er werde weiter Umsicht im Umgang mit eingestuften Informationen walten lassen, sagte der australische Ministerpräsident Malcolm Turnbull einem Rundfunksender in Adelaide. Russland dementierte die Berichte. Neben diesen drei Ländern zählen auch Großbritannien und Kanada zu den "Five Eyes". Als Präsident habe er das "absolute Recht", Informationen mit Russland zu teilen, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Er hat keinen Filter: Es geht ins Ohr hinein und aus dem Mund heraus", sagte ein Insider vergangenen Monat. Trump hatte im Wahlkampf allerdings seiner Gegnerin Hillary Clinton vorgeworfen, durch die Nutzung eines privaten E-Mail-Servers in ihrer Zeit als Außenministerin vertrauliche Informationen verbreitet und damit ein schweres Verbrechen begangen zu haben.

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