Urteil im Kreissägen-Prozess erwartet

Die wegen Mordes angeklagte Frau wird in einen Saal im Landgericht in München geführt

Ihr Freund sei dabei ans Bett gefesselt gewesen. Das Landgericht München sprach die 32-Jährige des Totschlags an ihrem damaligen Lebensgefährten schuldig. Die Staatsanwaltschaft kündigte nach dem Urteilsspruch, sie wolle eine Revision prüfen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die angeklagte Studentin Gabriele P. ihren Freund mit einer Handkreissäge umgebracht hat.

Prozess um ein brutales Gewaltverbrechen mit einer Handkreissäge in einer Studenten-WG fiel am Freitag das Urteil.

Die Verteidigerin der Angeklagten plädierte auf Totschlag und eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren.

Das Urteil war für die Staatsanwaltschaft sowie für die Eltern des Opfers, die als Nebenkläger auftraten, eine Überraschung.

Die Anklage hatte lebenslange Haft für die Frau gefordert - wegen heimtückischen Mordes. Die Mutter des Opfers meinte, ihr sei es in erster Linie darum gegangen, ihren toten Sohn zu rehabilitieren. So lautet das Urteil des Landgerichts München im sogenannten Kreissägen-Prozess. Eine 32-Jährige hatte ihren Freund beim Sex mit einer Kettensäge getötet.

"Die Tötung ist skurril und bizarr und erfüllt die Voraussetzungen eines Horrorszenarios", sagte der Vorsitzende Richter Michael Höhne. Alexander H. sei zu diesem Zeitpunkt völlig arg- und auch wehrlos gewesen, so Höhne.

Die beiden hatten am Abend dann Sex, bei dem Alexander H., wie offenbar häufiger, eine verdunkelte Taucherbrille aufsetzte und von Gabi verlangte, dass sie ihn ans Bett fesselt. "Oder nutzte sie seine Hilflosigkeit aus?", führte Höhe aus. Es sei in der Verhandlung nicht belegt worden, dass die Tötungsabsicht schon vor der Fesselung bestand. Laut der Angeklagten habe Alexander H. zwei Gesichter gehabt. Auf dem Weg zurück in die Anklagebank konnten die Zuschauer für eine Sekunde die versteinerte, blasse Miene der jungen Frau sehen. Allerdings hat die Kammer weiter ausgeführt, dass ein Mordmerkmal der Heimtücke nur dann vorliegt, wenn die Wehrlosigkeit auf der Arglosigkeit beruht. Sie habe sich oft von ihrem Partner gedemütigt gefühlt.

Vor Gericht hatte die Pädagogik-Studentin das Verbrechen bereits gestanden. Sie könne sich nur daran erinnern, "die Kreissäge nach vorne gedrückt zu haben", sagte sie vor Gericht. Wie es dazu gekommen sei, wisse sie nicht.

Für ihre Verteidigerin klang dies nach einer glaubhafte Aussage: "Damit sie überhaupt weiterleben kann, musste sie eine Strategie entwickeln, deswegen hat sie es erfolgreich verdrängt", sagte sie im Anschluss an ihr rund einstündiges Plädoyer. Erst als eine Bekannte von der Tat erfuhr und zur Polizei ging, flog alles auf. Mit ihrem neuen Freund hatte die Angeklagte den Toten im Garten ihrer Wohngemeinschaft vergraben.

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