Wolfsburg reagiert gelassen auf angebliche Gräfe-Ansetzung - Jonker will beim

FIFA-Referee

Der DFB hat am Donnerstag für einige Verwunderung gesorgt, als er bekanntgab, dass Manuel Gräfe die Partie zwischen dem Hamburger SV und dem VfL Wolfsburg pfeifen wird.

Gräfe und der HSV haben eine gemeinsame Vorgeschichte. Das Fachmagazin "Kicker" gab Gräfe die Note 3,5 für "eine ordentliche Leistung mit zwei (nicht spielentscheidenden) Einschränkungen". Eine mögliche Auswechslung des Schiedsrichtergespanns stehe "in keiner Weise zur Debatte", sagte ein Sprecher am Freitag der "Süddeutschen Zeitung". Der Berliner Gräfe hatte 2015 das Relegations-Rückspiel zwischen dem Zweitligisten Karlsruher SC und dem HSV gepfiffen und den Hamburgern damals einen umstrittenen Freistoß nach einem vermeintlichen Handspiel zugesprochen. Marcelo Diaz traf, dadurch ging es doch noch in die Verlängerung, in der Nicolai Müller nach dem Hinspiel-1:1 den HSV zum Klassenverbleib schoss.

Schließlich erinnert der 63-Jährige an die Meisterschafts-Entscheidung von 2001: "Was das für Nachwirkungen haben kann - auch noch Jahre danach -, haben wir ja bei Markus Merk 2001 gesehen, als er den Freistoß für Bayern gegeben hat". Es sei zwar immer denkbar, Änderungen vorzunehmen - etwa bei Verletzungen oder Krankheit von Referees.

HSV-Trainer Markus Gisdol zu der Gräfe-Ansetzung: "Es bringt nichts, sich darüber Gedanken zu machen". Es bestehe aber keinerlei Notwendigkeit. Das sei "unglücklich", da Gräfe angesichts der Bedeutung des Spiels enorm unter Druck geraten könne, sagte der frühere Fifa-Schiedsrichter dem Sender Sport1. Gegenüber der "Hamburger Morgenpost" sagt er: "Hätte man mich gefragt, welcher Schiedsrichter für dieses Spiel nicht in Frage kommt, wäre ich auf genau einen Namen gekommen". "Das ist hier, bei aller unbestrittenen Kompetenz von Manuel Gräfe, nicht möglich", sagte Merk.

Merk monierte: "Das Wichtigste ist immer, dass der Referee nicht im Fokus steht - sondern das Spiel!" "Man kann nur hoffen, dass nichts passiert". Der DFB hätte nach Merks Ansicht einen anderen Unparteiischen nehmen müssen. "Wenn doch, dann hoffe ich auf faire Entscheidungen des Schiedsrichters".

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