Afghanisches Innenministerium: Deutsche in Kabul getötet

Ein Soldat sperrt in Kabul den Schauplatz eines Anschlags ab. Nun wurde in der afghanischen Hauptstadt eine Deutsche getötet

Wie das afghanische Innenministerium mitteilte soll eine Deutsche in der Hauptstadt Kabul getötet worden sein.

Der Zwischenfall habe sich am Samstag um 23.30 Uhr Ortszeit vor der Unterkunft der Ausländerinnen ereignet.

Laut TOLONews sollen beide Frauen für die schwedische Entwicklungsorganisation "Operation Mercy" gearbeitet haben. Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums sagte, dass die Frau vor ihrer Unterkunft im siebten Polizeidistrikt der Stadt angegriffen worden sei. Die Hintergründe der Tat sind unklar: Neben den Taliban ist auch die radikal-sunnitische Miliz "Islamischer Staat" in Afghanistan aktiv. Die Täter seien entkommen.

Wegen der schlechten Sicherheitslage hatten ausländische Organisationen ihre Maßnahmen zuletzt weiter verstärkt.

Kabul (dpa) - Bewaffnete haben in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Deutsche getötet.

Die Sicherheitssituation in Afghanistan hat sich seit dem Abzug der meisten internationalen Truppen 2014 stark verschlechtert. Das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif war schon im Winter nach einem Angriff der Taliban in das deutsche Militärlager umgezogen. Mittlerweile hat sich die Zahl der deutschen und internationalen Mitarbeiter von rund 200 auf rund 100 verringert.

Bereits am Sonntagmorgen kamen bei einem Taliban-Angriff auf einen Polizeistützpunkt entlang der Autobahn Kabul-Kandahar 20 afghanischen Polizisten ums Leben, wie das Innenministerium in Kabul bekannt gab. Die koordinierten Attacken hätten vier Stunden gedauert, sagte der Gouverneur der Provinz Sabul, Bismillah Afghanmal, der Nachrichtenagentur AFP. Ende April hatten sie ihre diesjährige Frühjahrsoffensive begonnen. Dabei waren mindestens 135 Sicherheitskräfte getötet worden.

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