Handelskonzern: Neuer Chef trimmt Otto Konzern auf Wachstum

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Das entspreche einem jährlichen Umsatzwachstum von rund 800 Millionen Euro bis zum Geschäftsjahr 2022/23. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.

"Wir konzentrieren uns dabei auf zukunftsträchtige Geschäftsmodelle im digitalisierten Handel und setzen auf fokussiertes Wachstum ausgewählter Konzerngesellschaften", sagte der neue Otto-Group-Chef Alexander Birken dieser Zeitung. Er ist aber nicht neu im Konzern - er führte zuvor die Einzelgesellschaft Otto, den früheren Otto-Versand. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte der Konzern die Umsätze der mehr als 100 Online-Shops weltweit auf vergleichbarer Basis um rund zehn Prozent auf knapp sieben Milliarden Euro.

In den letzten Jahren deutete schon alles darauf hin, jetzt ist es amtlich: Die Otto Gruppe richtet sich komplett auf eine Plattform-Strategie aus und wird zusätzlich ihr kontinuierlich wachsendes Ökosystem an Plattformen, Ressourcen und Dienstleistungen nach außen öffnen.

Die deutsche Einzelgesellschaft Otto soll zu einer großen Handelsplattform ausgebaut werden, die fünf bis zehn Millionen verschiedene Artikel anbietet. Auch Services sollen über die richtigen Technologien und mit dem persönlichen Otto-Touch die Plattformstrategie der Gruppe stützen. So könnten Tausende neue Jobs entstehen. "Wir können uns in diesem Zusammenhang auch gut vorstellen, dass strategische oder Finanzinvestoren bei uns einsteigen", sagte Birken, der die Otto-Group seit Anfang dieses Jahres lenkt.

Auch das innovative Startup-Unternehmen Collins mit dem Internet-Auftritt "About You" spielt in der Otto-Strategie eine wichtige Rolle. Gegenwärtig steht Collins bei 135 Millionen Euro Umsatz, doch würden die Zahlen von Monat zu Monat dramatisch besser.

Weiteren Zuwachs verspricht sich Otto von den klassischen Modeanbietern Bonprix und Witt sowie vom amerikanischen Möbel- und Lifestyle-Spezialisten Crate & Barrel. Aber auch Start-ups, Services wie Hermes Europe und EOS im Finanzdienstleistungsbereich soll weiter Geld fließen. Die nötige Finanzkraft bringe die Otto Group durchaus mit.

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