Militäreinastz: Macron fordert von Deutschland stärkeres Engagement in Mali

Offenbar wollte der neue französische Präsident Emmanuel Macron selbst auswählen welche Journalisten ihn bei seiner kurz bevorstehenden Mali Reise begleiten dürfen

Frankreich will Deutschland und Europa beim Antiterrorkampf im westafrikanischen Mali verstärkt in die Pflicht nehmen. Am Montag war Emmanuel Macron zu Besuch in Berlin. Frankreich werde weiter hartnäckig gegen extremistische Gruppen in der Region vorgehen, sagte Macron. Keine europäische Armee habe die Fähigkeit, so rasch einzugreifen wie die französische. Macron hat seine Kontakte zu Journalisten nach dem Amtsantritt am vergangenen Sonntag deutlich zurückgefahren.

Auf dem Stützpunkt in Gao wollte sich Macron über die Operation Barkhane informieren lassen, den größten französischen Militäreinsatz in Übersee. Die Terrorbedrohung in Westafrika bedeute "klar ein Risiko für Europa", fügte der Präsident hinzu. In Mali und anderen Ländern der Sahelzone sind zusammen rund 4.000 französische Soldaten im Einsatz, um gegen Terrorgruppen zu kämpfen. Allein in Gao sind 1.600 Soldaten stationiert.

Macron wurde in Mali von Aussenminister Jean-Yves Le Drian und Verteidigungsministerin Sylvie Goulard begleitet.

Für Aufregung hatte im Vorfeld von Macrons Reise ein offener Brief zahlreicher französischer Medienorganisationen gesorgt: Darin äußern Journalisten Besorgnis über ihren Zugang zum Präsidenten und eine mögliche Einflussnahme seitens des Präsidenten. Zum traditionellen Familienfoto zum Start der neuen Regierung seien Fernsehkameras nicht zugelassen gewesen, Fotos durften nur von einem offiziellen Fotografen gemacht werden.

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