Donald Trump trifft in Saudi-Arabien König von Bahrain

Donald Trump bei der Willkommenszeremonie im Murabba Palast in Riad

US-Präsident Donald Trump ist am Sonntag in der saudischen Hauptstadt Riad zu einem Gipfeltreffen mit Führern islamischer Staaten zusammengekommen. Demnach bietet Trump den islamischen Staaten eine Partnerschaft an, fordert aber zugleich von ihnen mehr Engagement.

Das Übel des Terrorismus könne nur überwunden werden, "wenn jeder im Raum seinen Teil dazu beiträgt und seinen Teil der Last übernimmt".

Saudi-Arabien und andere Golfstaaten sahen sich in der Vergangenheit der Kritik ausgesetzt, dass aus ihren Ländern Terrorgruppen wie der Islamische Staat (IS) finanziert werden.

Nach Einschätzung der "New York Times" haben Trump und sein Team klargemacht, dass sie bereit seien, Unterdrückung in Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten öffentlich zu übersehen, solange diese Staaten Verbündete seien - auf Gebieten, die für Trump besonders zählten wie Sicherheit und Wirtschaft.

Bei einem Meinungsaustausch mit dem König von Bahrain, al-Chalifa, erklärte Trump in Riad, es habe in der Vergangenheit ein wenig Spannung zwischen beiden Ländern gebeben. Damit blies er in das gleiche Horn wie sein Gastgeber, der saudi-arabische König Salman.

Mit dem Waffengeschäft werde dem Weißen Haus zufolge auch die Möglichkeit Saudi-Arabiens gestärkt, an Anti-Terror-Operationen teilzunehmen. Er sagte, dass die Terroranschläge vom 11. September 2001 vom "engstirnigen Hass einer kleinen Gruppe" ausgingen und nichts mit dem tiefen Glauben einer Milliarde Menschen gemein hätten. Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen in der Region. Ziel sei es, die Finanzquellen von Terroristen auszutrocknen, meldete der von Saudi-Arabien finanzierte TV-Kanal Al-Arabija. Am Nachmittag will Trump dort eine lang erwartete Grundsatzrede über den Islam halten. Nun will er die arabischen Staaten offenbar als Partner gewinnen. Weitere Stationen sind der Vatikan, wo er von Papst Franziskus empfangen wird, der NATO-Gipfel in Brüssel sowie der Gipfel der sieben führenden Industriestaaten (G-7) auf Sizilien. "Hunderte Milliarden Dollar Investitionen in die Vereinigten Staaten und Jobs, Jobs, Jobs", sagte Trump nach Angaben von mitreisenden Journalisten in Riad.

Trump nimmt auch an einem Treffen des Golf-Kooperationsrates sowie an einer Zusammenkunft von mehr als 50 Staats- und Regierungschefs aus der Region teil. Der von ihm entlassene FBI-Chef James Comey will sich in der Affäre um angebliche Absprachen zwischen Moskau und Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam öffentlich äußern.

Trump wird auf seiner ersten Auslandsreise von seiner Ehefrau Melania, Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared Kushner begleitet. Damit würde Druck vom US-Militär genommen.

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