Flixbus übernimmt Fernbusnetz der österreichischen ÖBB

BB verkaufen

Nicht einmal ein Jahr nach dem Start ziehen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nun bei ihrer Fernbus-Schiene die Notbremse: Das "Fernbus-Start-up Hellö" werde an den deutschen Konkurrenten Flixbus verkauft, teilten die ÖBB am Montagvormittag mit. Die Arbeitsplätze der Lenker und Lenkerinnen von HELLÖ sind gesichert, sie werden weiterhin bei ÖBB-Postbus tätig sein.

Flixbus hält in Deutschland nach der Übernahme der Konkurrenten Postbus und Megabus über 90 Prozent Marktanteil im Fernbusgeschäft.

Ab dem 1. August 2017 werden bestehende "Hellö"-Linien in das europaweite Flixbus-Netz integriert". Hellö Tickets sind ab 1. Juni auch über FlixBus buchbar. Der österreichische FlixBus-Partner Blaguss übernehme den operativen Betrieb der "Hellö"-Linien". Mehrere Marktteilnehmer haben den Markt verlassen oder wurden übernommen.

Wir freuen uns auf viele neue Kunden und eine langfristige Zusammenarbeit mit den ÖBB. Tickets für Flixbus können dann auch über die Routenplaner-App wegfinder gebucht werden. "Gemeinsam bieten wir Österreichs Reisenden eine noch attraktivere Alternative zum eigenen Auto".

Die Zukunft wird zeigen, wie es mit den "Hellö"-Bussen weitergeht und ob Villach weiterhin Teil des Fahrplans sein wird". Mit diesem Zusammenschluss würden die Kunden ab Sommer von einem noch größeren Fernbus Angebot profitieren, erklärte Valerie Hackl, Vorstandsdirektorin der ÖBB Personenverkehr AG. ÖBB-Chef Andreas Matthä präsentierte im April zur Jahrespressekonferenz keine Zahlen. Hellö soll große Verluste eingefahren haben. Bei der ersten Präsentation der Fernbusse im Juni 2016 hieß es, innerhalb von fünf Jahren wolle man in dem neuen Segment profitabel sein.

Anfang Mai war bekannt geworden, dass das Bundeskartellamt mit Sorge auf den von Flixbus dominierten Markt in Deutschland blickt. Im Sommer 2014 erweiterte FlixBus gemeinsam mit der Österreichischen BLAGUSS-Gruppe erstmals sein Fernbusnetz Richtung Österreich und seit Kurzem Richtung CEE. 2016 beförderten die FlixBusse in Österreich mit 2,7 Millionen Reisenden bereits doppelt so viele Fahrgäste wie im Vorjahr.

Flixbus war 2013 nach der Liberalisierung des Fernbusmarkts gestartet und bietet nach eigenen Angaben mittlerweile jeden Tag 100.000 Verbindungen zu 1000 Zielen in 20 Ländern an.

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