Ford will offenbar seinen Chef Mark Fields feuern

Ford-Chef Mark Fields

Sie setzen Berichten des Magazins "Forbes" und der "New York Times" zufolge nun darauf, dass der 62-jährige Chef der Sparte für autonomes Fahren, James Hackett, den US-Branchenzweiten wieder in die Spur bringt.

Ford werde die Personalie noch am Montag verkünden, schrieben die Nachrichtenagentur Bloomberg und die "New York Times". Donald Trump, um dessen Zuneigung Fields schon seit Wochen mit viel Liebedienerei gebuhlt hatte, übernahm das Präsidentenamt, und das bedeutete: rasche Steuersenkungen, mehr Wirtschaftswachstum, weniger Regulierung.

Fields war in den vergangenen Monaten unter Druck geraten, weil der Börsenkurs des Unternehmens schwach blieb und die Erträge zuletzt deutlich unter den Erwartungen ausfielen.

Seit der Amtsübernahme durch Fields ist der Aktienkurs um rund 40 Prozent gesunken.

Auch das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtete von einem umfassenden Wechsel im Managementteam. Zudem soll es Spannungen innerhalb der Konzernführung geben. Auch sei ein Personalwechsel eine gute Gelegenheit, eine klare Strategie für den Konzern aufzusetzen.

Dabei könnten vor allem solche Manager betroffen sein, die noch vom früheren Konzernchef Alan Mulally zu Ford geholt worden waren oder unter ihm aufgestiegen sind, schrieb das "Wall Street Journal". Dazu gehört auch Konzernchef Fields.

Auch Fields hatte mehrfach angekündigt, dass er den Konzern für den Wettbewerb mit Firmen aus dem Silicon Valley rüsten will. 2014 schied der frühere Boeing-Manager nach acht Jahren an der Ford-Spitze aus.

Als Fields Chef von Ford wurde, brummte in den USA noch das Geschäft mit Autos. Niedrige Spritpreise und eine günstige Finanzierung kurbelten die die Verkäufe über Jahre an. Doch die Autokonjunktur in den USA ist spürbar abgekühlt. Er leitet bislang eine Ford-Tochtergesellschaft, die für Zukunftstechnologien wie das autonome Fahren zuständig ist. Außerdem werden Mobilitätsdienstleistungen wichtiger, wie etwa Car-Sharing. Das sollte mit Einsparungen einhergehen. 1 400 Stellen sollen bis Jahresende wegfallen. Insgesamt sollen die Kosten um drei Milliarden Dollar verringert werden.

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