Krebserregender Stoffe im Bezug: Zwei Kindersitze fallen im ADAC-Test durch

Auto­kinder­sitze Warten auf den nächsten Crash

Wenn Eltern einen Kindersitz fürs Auto kaufen, stehen die Chancen gut, ein sicheres Exemplar zu bekommen.

Im aktuellsten Kindersitze-Test des ADAC, des ÖAMTC und der Stiftung Warentest wurden diesmal mit 37 Modellen ungewöhnlich viele Kindersitze getestet.

Ein einziger Kindersitz von Geburt an reicht in der Regel aber nicht aus. Doch vier fallen mit einem "Mangelhaft" durch. Kritische Schadstoffe und Sicherheitsmängel brachten vier Autokindersitzen ein mangelhaft ein. Ein Modell im Testfeld, das von der Geburt bis zu einem Gewicht von 36 Kilo zugelassen ist, schneidet nur "ausreichend" ab. Die Babyschale Joolz iZi Go Modular und das baugleiche Modell mit Isofix-Befestigung wurden aufgrund der Belastung mit dem als krebserregend geltenden Flammschutzmittel TCPP mit "mangelhaft" bewertet.

Bedenkliche Schwächen beim Frontalaufpralltest zeigen zwei der Kandidaten: Beim LCP Kids Saturn iFix schneidet der Beckengurt beim Aufprall tief in den Bauchraum, was zu schweren inneren Verletzungen führen kann.

Die Stiftung Warentest rät: Babys und Kleinkinder sollten mindestens bis zum Alter von 15 Monaten nur rückwärts gerichtet in einer Babyschale im Auto mitfahren. Frühestens, wenn sie frei laufen können, sollten Eltern einen vorwärts gerichteten Sitz kaufen.

Bis maximal 105 Zentimeter Kindesgröße: Hier liegt der Britax Römer Baby-Safe i-Size + i-Size Base vorn.

So versagte der Casualplay Multipolaris Fix für Kinder von 9 bis 36 Kilo im Sicherheitstest: Die Prüfpuppe, die einen einjährigen Fahrgast simulierte, riss es beim frontalen Crashtest halb aus dem Sitz, weil der tischartige Fangkörper vor dem Bauch des Kindes dieses nicht gut genug hielt. Aber generell gilt: Wenn der Kopf über den Rand ragt, müsse ein größeres Modell her. Tipp: Mit einem integrierten Tragebügel lassen sich Kinder in den Sitzen besser transportieren. Hinzukommt, dass sich der Sitz nicht zum Auto tragen lässt, da er nur als eingebauter Kindersitz funktioniert. Er schnitt "gut" (Note 1,7) ab und ist für Kinder von 40 bis 83 Zentimeter zugelassen. Er kostet im Mittel 335 Euro.

Von der Geburt bis maximal 13 Kilogramm Körpergewicht: Das mit 130 Euro günstigstes Modell, der "Cybex Aton 5", schneidet "gut" (1,6) ab. Ein getestetes Modell, das von der Geburt bis zu einem Gewicht von 36 Kilo zugelassen ist, schneidet nur "ausreichend" ab. Der "Joie Spin360" ist "befriedigend" (2,8). Das kostet 249 Euro. Im Test punkteten die Modelle Cybex Pallas M SL und Kiddy Guardianfix 3 für Kinder zwischen 1 und 12 Jahren.

Hier liegt der "Cybex Solution M-Fix SL" für 150 Euro vorn und ist "gut" (1,7).

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