Nach durchwachsener Saison kündigt Hoeneß "Granaten" an

Der Bayern-Kapitän gewann insgesamt acht Meistertitel in seiner Karriere

Mitten in die stimmungsvolle Meisterfeier und den rührenden Abschied von Philipp Lahm platzte Uli Hoeneß mit Plänen zur Strategie des FC Bayern.

"Wir haben einen Kader, bei dem man Granaten kaufen muss, um ihn zu verstärken", analysierte Hoeneß gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Transferausgaben über 100 Millionen Euro will Hoeneß nicht ausschließen, mit Einschränkung: "Für einen Spieler nicht, aber das Gesamtkonzept kann natürlich mal viel sein".

Wenn der FC Bayern einen Spieler unbedingt haben wolle, könne man auch mal "etwas machen, was wir bisher nicht gemacht haben", kündigte Hoeneß als "Abteilung Attacke" par excellence an. "Das war schon ein Frontalangriff", sagte Ballack am Sonntag im Sport1-Doppelpass.

Bislang hat Bayern für die neue Saison nur die Hoffenheimer Sebastian Rudy (27) und Niklas Süle (21) geholt. Präsident Uli Hoeneß denkt schon an die kommende Saison. Er äußert sich kontrovers wie zu besten Manager-Zeiten, hat noch immer Visionen zur Zukunft des Fußballs und sprudelt vor Ideen, wenn es um seine Bayern geht. "Karl-Heinz Rummenigge, Michael Reschke, der Trainer, ich werde auch dazu eingeladen, und dann schauen wir mal, was dabei rauskommt", sagte Hoeneß. Sollte dieser irgendwann zu den Bayern zurückkommen wollen, werde die Tür für ihn "immer offen" sein.

Hoeneß schloss nicht aus, dass der FC Bayern diese Summen dennoch bezahlen wird - nur ein Titel ist trotz fünfter Meisterschaft in Serie nicht nur ihm zu wenig.

Euphorisiert kündigte auch Trainer Carlo Ancelotti Stunden nach seiner Premieren-Weißbierdusche mehr Partys an. "Ich denke, wir werden mit dieser Familie in den nächsten Jahren arbeiten, um mehr Titel zu gewinnen".

Auf das Ergebnis sind wohl nicht nur die Bayern-Fans gespannt. Über die Verpflichtung von Mittelfeldakteur Leon Goretzka wird munter spekuliert. Ersatzkeeper Tom Starke wechselt als Koordinator ins NLZ. "Er ist ein Spieler von Schalke 04 und bis 2018 unter Vertrag". Zwei Jahre nach dem Abgang von Bastian Schweinsteiger und nun nach dem Karrierende von Lahm wird die Rolle von Thomas Müller als Identifikationsfigur noch einmal wichtiger. Erst einmal stand aber die Meisterfeier an.

Die Bosse beraten sich nicht nur über Transfers, sondern auch über die Besetzung eines Leiterpostens. Man versuche, "in den nächsten Monaten jemanden zu finden, das muss nicht zum 1. Juli sein", sagte Hoeneß.

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