Ransomware: Bestimmte WannaCry-Opfer könnten wieder an ihre Daten kommen

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Doch wie können Windows-Nutzer nun überprüfen, ob ihr Betriebssystem noch anfällig ist? Das legt eine Auswertung der Telemetriedaten der Sicherheitsprodukte von Kaspersky Lab nahe. Nach Erkenntnissen der russischen IT-Sicherheitsfirma Kaspersky lief sich dabei ein Großteil der betroffenen Rechner mit Windows 7.

Offenbar hat die Ransomware WannaCry nicht wie zunächst vermutet vor allem Rechner mit dem veralteten Windows XP befallen, sondern fast ausschließlich Rechner mit Windows 7. Windows 7 Home taucht in der Statistik mit einem Prozentsatz von 6,3 auf.

Zunächst war angenommen worden, in erster Linie seien Rechner mit Windows XP WannaCry zum Opfer gefallen.

Das Programm Wannakey funktioniert aktuell auch definitiv nur unter Windows XP und dort auch nicht mit Garantie. Der Mainstream-Support durch Microsoft für Windows 7 wurde zwar schon im Januar 2015 eingestellt, doch das bedeutet nur, dass es keine neuen Features mehr für das Betriebssystem geben wird. Die Windows-7-Rechner wären eigentlich durch Updates von Microsoft geschützt gewesen. Die Infektionsrate bei Windows XP sei irrelevant, schrieb Costin Raiu, Chef des "Global Research and Analysis Team" von Kaspersky Lab. Jetzt geben IT-Experten den Opfern Hoffnung in letzter Sekunde. Das offenbart ein bedenkliches Maß an fehlendem Sicherheitsbewusstsein.

Bei der Attacke am Freitag vergangener Woche waren Zehntausende Windows-Computer verschlüsselt worden. Bislang hatte es geheißen, den Angreifern sei es nicht geglückt, in die Systeme einzudringen. Genau dies sei aber durch eine fehlerhafte Implementierung des NSA-Exploit EternalBlue in WannaCry nicht möglich, wie auch der Sicherheitsforscher Kevin Beaumont per Twitter bestätigt. Dazu stellt sich heraus: Vorrangig Windows 7 ist betroffen. Für einen Anteil von rund 1,5 Prozent der befallenen Systeme war Windows Server 2008 R2 verantwortlich - die Server-Variante von Windows 7, was den Gesamtanteil nochmals auf 99,87 Prozent steigert. Erfahren Sie, wie Sie maximale Freiheit und Flexibilität für Ihre Anwendungen erzielen.

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